Die Ansiedlung von Wölfen ist vielen ein Dorn im Auge. Foto: © Annabell Gsödl – stock.adobe.com

Bei der AfD hält man bekanntlich nichts von der Ansiedelung von Wölfen in Deutschland. Nun kritisiert die Partei, dass die Landesregierung zu viel Geld für das Projekt ausgibt.

Kreis Freudenstadt - Als extrem frustrierend bezeichnet der Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Freudenstadt Uwe Hellstern (AfD) die Antworten auf seine Kleine Anfrage, wie aus einer Pressemitteilung des Abgeordneten hervorgeht. Die Anfrage trägt den Titel: "Kosten und Nutzen des Wolfsmonitoring der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) in Baden-Württemberg und einzelnen Landkreisen."

Aus der Stellungnahme der Landesregierung geht laut Mitteilung hervor, dass es von 2019 bis 2021 einen Stellenzuwachs von knapp 70 Prozent gab. So wurden die Vollzeitäquivalente der Stellen von 5,96 auf 11,1 erhöht. Gleichzeitig stiegen die Personalkosten von rund 343 000 Euro auf 664 000 Euro pro Jahr.

Gesamtkosten auf rund 888 000 Euro gestiegen

Im gleichen Zeitraum steigerten sich die Sach- und Reisekosten von rund 66 000 Euro auf 224 000 Euro. Lagen die Gesamtkosten für diese Posten im Jahr 2019 noch bei rund 409 000 Euro, stiegen sie bis 2021 auf 888 000 Euro.

Hinzuzurechnen sind laut Mitteilung seit 2021 noch die jährlich 10 400 Euro für genetische Untersuchungen als Pauschalbetrag.

Hellstern kritisiert widersprüchliche Politik

Als Vergleich zieht die Pressemitteilung der AfD den Zeitraum vom 1. November 2014 bis Ende 2018 heran. Die Gesamtsumme der Personal- und Sachkosten habe in dieser Zeit zusammengerechnet nur rund 446 000 Euro betragen.

Für Hellstern ist laut Mitteilung die Politik der Landesregierung im Umgang mit dem Thema Wolf widersprüchlich. So wolle man einerseits die Tierhalter zur Freilandhaltung ermutigen, was Hellstern befürwortet. Andererseits jedoch solle mit aller Gewalt ein großer Beutegreifer im Land angesiedelt werden. Das passe nicht zusammen, so Hellstern.

Wappentier statt Wolf

Hellstern ist laut Mitteilung frustriert, dass das Wappentier seines Wahlkreises, der Auerhahn, immer weiter zurückgedrängt werde und zu einer der stark gefährdeten Arten gehört, während der Wolf als nachweislich nicht gefährdete Tierart hier regelrecht "gepampert" werde. Als Gefahr für den Auerhahn sieht Hellstern auch die Windkraftpläne in Seewald.