Die Überbauung „Nollinger Berg“ auf dem vormaligen Rheinfelder KKH-Areal nimmt konkrete Gestalt an.
Als einen für die Löwenstadt sehr erfreulichen Termin bezeichnete Oberbürgermeister Klaus Eberhardt einleitend die Gesprächsrunde am Dienstag im Rathaus. Er lobte die interessante gute Wohnlage, hervorragend eingebettet in die bestehende Landschaft: „Es entsteht ein besonderes Quartier, ein zukunftsfähiges Wohngebiet mit neuem Wohnraum, hoher Lebensqualität und direkter Nähe zur Natur.“
Peter Gresens von der Immobilienfirma alea real GmbH erläuterte zunächst die Vorgehensweise bei der Mehrfachbeauftragung in der Auslobung und stellte die Entwürfe der drei Architekturbüros vor, welche sich um die Planung der Überbauung beworben und dabei drei sehr unterschiedliche Ansätze ins Rennen geschickt hatten.
Durchmischtes Wohngebiet
Erklärtes Ziel war die Schaffung eines gehobenen durchmischten Wohngebietes für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen bei attraktiver Gestaltung der Ansiedlung. Angestoßen wurde das Projekt bereits im vierten Quartal 2025. Die Jurysitzung, bestehend aus einem Fach- und einem Sachgremium, fällte in der Jurysitzung am 21. April ein einstimmiges Urteil und schlug den Auftrag dem renommierten Freiburger Architekturbüro K9 Architekten zu.
Eine besondere Herausforderung bestand in der harmonischen Einfügung der Wohnanlage in die bestehende Topographie. Mit entscheidend für die Wahl waren außerdem eine klare städtebauliche Struktur mit einer zentralen grünen Mitte. Gresens hob die verschiedene Körnung der Überbauung mit einer großen Varianz von Baukörpern hervor sowie die konsequente Wegbeziehung.
Erfolgreiche Vermarktung
Diese sowie die Harmonie von Körnung und Natur lobte auch Rheinfeldens Stadtoberhaupt, dem die Sichtbarkeit des Gebiets noch wichtig war. „Dabei ist die als Kriterium ausgegebene Wirtschaftlichkeit gegeben und damit gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Vermarktung“ sagte er.
Wolfgang Borgards und Annika Bauer von den K9 Architekten stellten ihren Entwurf im Detail vor. Entstehen sollen total sieben Wohnhöfe mit eigenen Tiefgaragen entlang zweier Ost-West-Achsen mit einer zentralen Quartierstraße. Borgards: „die Anlage wird gut sichtbar sein, aber durch die Anordnung der Gebäude auch eine gute Aussicht ermöglichen.“
Wichtig war ihm die Ermöglichung einer verknüpften Nachbarschaft sowie der direkte Zugang zum Wald als Naherholungsgebiet. „Die Wohnhöfe sind durch verschiedenen Typologien geprägt, welche eine schöne Durchmischung bieten, sowie einen Grünraum in der Mitte mit Kita und Quartierladen als sozialem räumlichen Mittelpunkt“ ergänzte Bauer. „Es wird eine zügige Entwicklung angestrebt“ versprach Eberhardt, wollte aber noch keine Aussagen zum Vorgehen bei der Vermarktung machen, weil noch vieles offen sei. Auch eine mögliche Verdichtung des Wohnraums gegenüber dem Siegermodell sei vorstellbar. Markus Schwamm von der Städtischen Wohnbau: „Wir freuen uns darauf, die nächsten Entwicklungsschritte gemeinsam weiter voranzubringen.“ Der Entwurf wird am Donnerstag dem Gemeinderat vorgestellt.
Öffentliche Führungen
Vom 21. Mai bis 12. Juni ist das Modell im Foyer des Rathauses ausgestellt. Im Sinne einer Bürgerbeteiligung lädt das Stadtbauamt außerdem am 28. Mai und 11. Juni zu zwei öffentlichen Führungen ein. Es folgt eine Überarbeitungsphase mir Raum für individuelle Gestaltungsmöglichkeiten, bevor die Bauleitplanverfahren beginnen.