Die Bereitschaft der Bevölkerung, Geflüchtete aufzunehmen, ist laut Hauptamtsleiter gesunken.
Der Umbau der alten Apotheke in Bad Rippoldsau zu Wohnraum für Geflüchtete eilt. In einer Sondersitzung des Gemeinderats in Bad Rippoldsau-Schapbach wurden drei Gewerke in Höhe von insgesamt rund 50 000 Euro vergeben. „Die Maßnahme muss bis spätestens Ende des Jahres abgeschlossen sein“, teilte Bürgermeister Bernhard Waidele mit.
Dem Verlängerungsantrag sei zugestimmt worden und damit habe die Gemeinde wieder etwas Luft zur Umsetzung. Der Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 90 000 Euro sei im Januar 2023 eingegangen. Günstigste Bieterin für die Abbruch- und Trockenbauarbeiten war die Firma Schwarzwald Akustik aus Oberkirch mit etwa 30 000 Euro. Die Schreinerarbeiten wurden an die örtliche Firma Jehle vergeben (2134 Euro) und die Glaserarbeiten führt Faißt Fensterbau aus Baiersbronn aus (17 858 Euro).
Zehn Jahre zweckgebunden
Es handelt sich um zwei Wohnungen, wie Waidele auf Nachfrage von Viola Künstle (CDU) erklärte. Ratskollegin Jasmin Kern (FWV) wollte wissen, ob die Wohnungen zweckgebunden sind. Dies ist laut Waidele für zehn Jahre der Fall.
Wie alle Kommunen ist die Doppelgemeinde gehalten, Flüchtlinge in Anschlussunterbringungen aufzunehmen. Hierfür wurde die alte Apotheke in der Fürstenbergstraße als geeignet befunden. Der Baubeschluss erfolgte bereits im März vergangenen Jahres.
„Wir müssen noch 29 Flüchtlinge aufnehmen“, beantwortete Hauptamtsleiter Christian Pfundheller die Frage von Gemeinderätin Silvia Lehmann (FWV) nach dem Stand der Dinge. Bei der ersten Flüchtlingswelle sei die Bereitschaft der Einwohner, Wohnungen zur Verfügung zu stellen, noch groß gewesen – diese Bereitschaft sei mittlerweile abgeebbt.