Die Häuser im neuen Baugebiet „Kaffeebühl“ stehen. Jetzt werden die Außenanlagen in Angriff genommen. Foto: Schweizer

Zwei der vier Häuser im neuen Quartier sind bezugsfertig, der Investor beginnt mit der Akquise. Die Außenanlagen müssen noch hergerichtet werden. Bürgermeister Anton Müller spricht von einer Erfolgsgeschichte.

Es war keine einfache Geburt, und deshalb brauchte es auch einige Jahre, bis die Bagger anrückten. Seitdem sie aber da sind, geht es im „Kaffeebühl“ Schlag auf Schlag. Die vier Mehrfamilienhäuser in Sichtweite zur Kirche sind fertiggebaut, insgesamt 16 Wohneinheiten stehen zur Verfügung.

 

In der jüngsten Sitzung des Dormettinger Gemeinderats informierte Bürgermeister Anton Müller, dass der Investor, die Volksbank Albstadt Immobilien GmbH, demnächst mit der Akquise beginnen möchte. Zwei Häuser seien bezugsfertig. Aktuell würden die Garagen aufgestellt und die Außenanlagen gestaltet werden. Müller sprach von einer Erfolgsgeschichte, besser könne man seiner Meinung nach Innenentwicklung nicht machen.

Schon im Juli 2018 wurde im Gemeinderat der Beschluss für den Bebauungsplan Kaffeebühlstraße gefasst. Die Möglichkeit ergab sich, als ein älteres Bauernhaus zum Verkauf stand. Der Abriss erfolgte mit Hilfe von Geld aus dem Fördertopf des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum.

„Quantensprung für die Gemeinde“

Dass von der Entscheidung bis zum Baubeginn so viel Zeit vergangen ist, hat mehrere Gründe: Zuerst meldete das Landesdenkmalamt Bedenken an, dann gab es für die 3000 Quadratmeter große Fläche, die ursprünglich als Mischgebiet geplant war, keine Investoren. Weil es der Gesetzgeber so will, musste in der Folge der Bebauungsplan geändert werden. Im Oktober 2020 wurde schließlich bekannt, dass die Volksbank Albstadt Immobilien GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Volksbank Albstadt, auf dem „Kaffeebühl“ bauen wird. Bei der Vorstellung der überarbeiteten Pläne freute sich der Bürgermeister über den „Quantensprung für die Gemeinde“.

Zwischen 75 und 125 Quadratmeter

Zwischen 75 und 125 Quadratmeter sind die Wohnungen groß. Für die Planung zeichnete sich die Firma Wessner N.E.S.T Bau aus Kirchdorf an der Iller verantwortlich. Die Gemeinde rechnet mit bis zu 50 Bewohnern – rund drei Mal so viele, wie wenn im alten Ortskern Bauplätze für Einfamilienhäuser entstanden wären.

Abgeschlossen ist mittlerweile der Straßenausbau im Baugebiet „Bruck“. Die Anwohner seien „sehr glücklich“, berichtete Anton Müller, in dieser Woche erfolgt die Schlussabnahme. Welche Pflanzen in die Verkehrsinseln kommen, darüber müsse der Gemeinderat noch entscheiden.

Gehwege am Dreschhallen-Areal sind gepflastert

Auch die Neugestaltung des Dreschhallen-Areals neigt sich ihrem Ende entgegen. Wie vom Bürgermeister zu erfahren, wurden in der Äußeren Dorfstraße die Gehwege gepflastert, der Schwarzbelag eingebracht und die Straßenbeleuchtung in Betrieb genommen. Die Brunnenstraße sei mittlerweile nur noch ein Fußweg, und auch die übrige Fläche, die später einmal bebaut werden soll, nehme langsam Form an.

Schlaglochfrei ist seit einigen Tagen die Raiffeisenstraße. Der Streckenteil, der zum Lebensmittelmarkt führt, hat eine neue Tragdeckschicht erhalten. Mit dem Ergebnis zeigten sich die Gemeinderäte zufrieden.