Bis zur Sommersaison hätte die Gemeinde gerne den Wohnmobilstellplatz optimiert. Daraus wird nun nichts. Die Arbeiten wurden auf den Herbst verschoben.
Schon seit längerem plant die Gemeinde Schonach eine Optimierung des Wohnmobilstellplatzes im Obertal. Bereits im März vergangenen Jahres stieß das Konzept eines unabhängigen Wohnmobilstellplatzberaters auf einhellige Zustimmung des Gemeinderats.
Diskutiert wurde damals vor allem über die sanitären Anlagen beim benachbarten Obertalparkplatz. Mit knapper Mehrheit stimmten die Ratsmitglieder für die Sanierung des vorhandenen Toilettenhauses, um damit unter anderem die gewünschte Aufwertung des benachbarten Wohnmobilstellplatzes zu erreichen. Nach dem Einbau von jeweils einer Dusche bei den Damen- und Herren-WCs sollen diese den Wohnmobilisten künftig das ganze Jahr über zur Verfügung stehen. Angedacht war, mit den Arbeiten im Herbst 2024 zu beginnen und den Platz auf die Sommersaison 2025 fertig zu haben – „sofern alles optimal läuft“, wie Bürgermeister Jörg Frey bemerkte.
Arbeiten an der WC-Anlage aktuell voll im Gange
Wie es denn hinsichtlich des Wohnmobilstellplatzes nun aussehe, wollte CDU-Ratsmitglied Bernd Kaltenbach jüngst im Gemeinderat wissen. Ortsbaumeister Ansgar Paul führte aus, dass die Arbeiten an der WC-Anlage in vollem Gange seien. Die weiteren, geplanten Maßnahmen am Stellplatz selber habe man allerdings noch gar nicht in Angriff genommen. „Es fehlt einfach an der Zeit“, so Paul.
Zu viele Projekte laufen derzeit parallel
Weshalb? Auf Nachfrage erläutert der Ortsbaumeister im Gespräch mit unserer Redaktion, dass viele weitere Projekte parallel laufen und es daher manchmal zu Verzögerungen kommen kann. Beispielsweise habe die Fertigstellung des ersten Dachgeschosses im alten Schulhaus beziehungsweise Ärztehaus Vorrang, damit die Kinderärztin dort wie geplant zum 1. Juli einziehen kann. Ferner werde aktuell auch die gemeindeeigene Wohnung in der Jahnstraße renoviert, und die Sanierung der Stützmauer an der Landstraße 109 beim Unternehmen Wiha stehe auch noch an. Darüber hinaus steige die Gemeinde momentan wieder in den Breitbandausbau ein, was ebenfalls sehr zeitaufwendig sei.
Einige Verbesserungen stehen auf der Agenda
Paul resümiert: „Wir tun, was wir können. Manchmal müssen wir aber halt auch Arbeiten dazwischen schieben, die wir im Vorhinein nicht auf dem Schirm haben können, die aber zu unserem Alltagsgeschäft gehören.“ Nicht zuletzt deshalb habe man nun, zumal dies auch ihm und seinem Team etwas mehr Luft verschaffe, die Arbeiten am Wohnmobilstellplatz in den Herbst zurückgestellt, wie es auch von Kaltenbach in der Gemeinderatssitzung vorgeschlagen wurde. Denn über die Sommermonate sei der Platz gut belegt, da könne man dort keine Baustelle gebrauchen.
Wenn es dann so weit ist, soll es laut Ortsbaumeister beim Wohnmobilstellplatz unter anderem eine neue, zeitgemäße Entsorgungsstation geben, die Stromversorgung angepasst, die Voraussetzung für den Internetanschluss geschaffen und ein bargeldloses Bezahlsystem ermöglicht werden.
Läuft alles wie geplant, soll bis Anfang Juli zumindest der erste Teil des Toilettenhauses saniert sein. Damit begonnen wurde im vergangenen Herbst. Es musste bis auf das Mauerwerk alles entkernt und danach diverse Grundleitungen angepasst werden für neue WCs und Duschen.
„Während zunächst die Herrenseite in Angriff genommen wurde, stand die Damenseite wie immer den Winter über parallel für den Skiliftbetrieb zur Verfügung“, erläutert Paul. Erst seit zwei bis drei Jahren werde das Toilettenhaus auch im Sommer während der Hauptferienzeit, also von Mitte Juli bis Mitte September, für die Wohnmobilisten geöffnet. Der Grund: Um die Lage zu entschärfen, beziehungsweise damit Nutzer des Wohnmobilstellplatzes ihre Notdurft nicht einfach in der freien Wildnis rund um den angrenzenden Sportplatz verrichten.
WC-Anlage soll spätestens Ende Juli fertiggestellt sein
Die Herrenseite sei nun gefliest. Jetzt fehle nur noch die Ausstattungen wie WC-Schüsseln, Waschbecken und Trennwände. Dann könne diese Hälfte für den Betrieb freigegeben werden, informiert Paul weiter.
Ziel sei, dass bis spätestens Ende Juli beide Teile fertiggestellt sind, um sie komplett in Betrieb nehmen zu können. Ob das wie erhofft klappt, hänge auch von den Handwerkern ab. Diese hätten derzeit alle viel zu tun und seien parallel auch auf weiteren Baustellen der Gemeinde tätig. Daher müsse man manche Projekte etwas verzögern. Unterm Strich sei er jedoch froh, „dass viele Aufträge im Ort bleiben“, sagt der Ortsbaumeister und lobte, dass alle heimischen Handwerker auch toll mitziehen würden.