Nordrhein-Westfalen, Bochum: Fahnen wehen vor der Konzernzentrale des Immobilienkonzerns Vonovia. Foto: dpa/Bernd Thissen

Vonovia, Deutschlands größter Wohnungskonzern, muss um die Übernahme des Rivalen Deutsche Wohnen weiter bangen. Warum ist das so?

Düsseldorf - Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia muss um die milliardenschwere Übernahme des Rivalen Deutsche Wohnen noch länger bangen. Mit Ablauf der Annahmefrist in der Nacht zum Donnerstag konnte der Bochumer Konzern noch nicht Vollzug melden, weil ihm bisher nicht ausreichend Deutsche-Wohnen-Aktionäre ihre Papiere angedient haben. „Es wird knapp. Noch sind die 50 Prozent nicht erreicht“, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Bis die letzten Aktien - etwa aus entfernteren Regionen - eingetrudelt sind, kann es aber drei oder vier Werktage dauern. Möglicherweise werde erst am Montag ein Endergebnis feststehen, sagte ein zweiter Insider.

Bis Dienstagabend hatte Vonovia knapp 34 Prozent an Deutsche Wohnen sicher. Die meisten institutionellen Investoren reichen ihre Papiere aber erst in letzter Minute ein. Vonovia muss auf mindestens 50 Prozent kommen, damit die Übernahme zustande kommt. Das Problem: Indexfonds (ETFs) dürfen ihre Anteile erst abgeben, wenn feststeht, dass die Fusion perfekt ist.

Vor fünf Jahren war der Branchenriese schon einmal mit dem Plan gescheitert, die Deutsche Wohnen zu schlucken. Anders als damals steht die Führung des Branchenzweiten aber hinter dem Vorhaben. Opposition von aktivistischen Investoren oder Spekulanten war nicht zu vernehmen. Die Deutsche-Wohnen-Aktie lag am Donnerstag mit 51,50 Euro unter dem Angebotswert von 52 Euro.

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