Im Baugebiet „Nördlich der Waldstraße“ in Würzbach sollen zwei Mehrfamilienhäuser entstehen. Foto: Carsten Knöller

Die Gemeinde Oberreichenbach kooperiert mit einer Nagolder Firma, um Wohnraum zu schaffen. Auch eine Tiefgarage soll es geben. Was ist im Einzelnen vorgesehen?

„Der bezahlbare Wohnraum ist die zentrale Herausforderung in unserer Gemeinde und eine der dringlichsten Aufgaben unserer Zeit, auch wenn dieses Thema angesichts globaler Krisen mitunter etwas in den Hintergrund gerät“, schilderte Oberreichenbachs Rathauschef Johannes Schaible die augenblickliche Situation. Viele Bürger, darunter junge Familien, Berufstätige und ältere Menschen, sind auf erschwinglichen und bedarfsgerechten Wohnraum angewiesen. Gleichzeitig erschweren steigende Baukosten, hohe Zinsen und umfassende regulatorische Vorgaben die Realisierung entsprechender Projekte.

 

Um langfristige und zukunftsweisende Lösungen zu schaffen, hat die Gemeinde Oberreichenbach eine Kooperation mit der Firma Müller Massiv- und Holzbau aus Nagold ins Leben gerufen. Geplant ist der Bau von zwei dreistöckigen Mehrfamilienhäusern im Baugebiet „Nördlich der Waldstraße“ in Würzbach.

Klimaschutz ist Thema

Peter Elser und Thorsten Müller von dem Nagolder Bauunternehmen erläuterten dem Oberreichenbacher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die nachhaltige Bauweise. „Selbst der Aufzugsschacht ist aus Holz geplant“, beschreiben die beiden Nagolder die derzeitigen Ideen. Der Klimaschutz ist für sie ein Kernthema. Die Zusammenarbeit mit Müller Massiv- und Holzbau bietet der Gemeinde die Chance, aktiv zur Schaffung von bezahlbarem und generationengerechtem Wohnraum beizutragen.

Tiefgarage geplant

Elser erläuterte, dass mit Wohnungsgrößen zwischen 60 und 90 Quadratmetern grob geplant wird. „Diese Größen sind am begehrtesten“, ergänzt Müller. Natürlich werde barrierefrei gebaut, erzählt Müller weiter. Die Parksituation für Würzbach Nord wurde unter die Lupe genommen. Man habe mit dem Stellplatzfaktor 1,5 gerechnet. Deshalb erhalte eines der beiden neuen Wohnhäuser eine Tiefgarage. Sollte der Wunsch nach etwas größeren Wohnungen da sein, biete hierfür die Dachterrasse den notwendigen Spielraum.

Außenfassade aus Holz

Edda Röntgen (Mehr Bürgernähe) ließ sich von den Verantwortlichen bestätigen, dass die komplette Außenfassade aus Holz sei.

Auf Anfrage von Jan-Ove Metzler (SPD) antwortete Müller, dass die Vermarktung ab Ende April, wie auf der Zeitachse vorgesehen, beginnen werde und stellte auch in den Raum, kurz vor dem Beginn eine Veranstaltung vor Ort für Interessierte anzubieten.

Joachim Pfeiffle von den Freien Wählern wollte wissen, ob die Preise für den Quadratmeter schon vorlägen. Das Ziel sei es 500 bis 1000 Euro pro Quadratmeter günstiger als im Massivbau zu sein, erwiderte Elser.

Falls das Grundstück es hergibt, sind auch Gartenanlagen für die gemeinsame Nutzung im Hinterkopf der Planer. Die beiden Mehrfamilienhäuser des Projektes „Würzbach Waldstraße“ sollen jeweils Platz für zehn Wohneinheiten bieten.