Die Gemeinde Fluorn-Winzeln möchte im Rahmen des Bebauungsplans „Breite – 3. Änderung“ einen Beitrag zur Nachverdichtung leisten.
Der Gemeinderat befasste sich mit dem Bebauungsplan „Breite – 3. Änderung“. Den Aufstellungsbeschluss hatte das Gremium bereits vor zwei Monaten gefasst.
Ein Vertreter des Planungsbüros Künster aus Reutlingen erläuterte dem Gremium die Rahmenbedingungen. Bei dem Plangebiet handele es sich nicht um ein Mischgebiet, sondern um ein „Urbanes Gebiet“, das für Wohnbebauung offenstehen soll. Begrenzt wird das Gebiet durch die Rottweiler Straße (L 422) im Westen, die Breite Straße im Süden sowie die Kastellstraße im Osten.
Frage nach Wohnraum
Im Norden grenzen die bestehende Wohnbebauung und ein privat genutzter Hausgarten an. Der Geltungsbereich umfasse eine Fläche von 0,66 Hektar. Die maximale Gebäudehöhe betrage 13 Meter. Im Plangebiet befinden sich das Betriebsgelände und der Parkplatz der Firma Michelfelder sowie Wohnbebauung mit Einzelhäusern.
Die Nachfrage nach Wohnraum in Fluorn-Winzeln ist nach wie vor sehr hoch, heißt es in der Sitzungsvorlage. Die günstige Verkehrsanbindung und das Angebot an Arbeitsplätzen würde diese Entwicklung verstärken. Die Gemeinde wolle deshalb geeignete Flächen für Wohnbebauung zur Verfügung stellen. Das Plangebiet sei eine innerörtliche, bereits vollständig erschlossene Fläche, die gute Voraussetzungen für eine effiziente und flächensparende Innenentwicklung im Sinne von Paragraf 13a (BauGB) biete.
Frühzeitige Beteiligung geplant
Im ersten Bauabschnitt sei der Bau eines Mehrfamilienhauses mit drei Vollgeschossen und insgesamt 17 Wohneinheiten vorgesehen. In weiteren Abschnitten sollen im Plangebiet langfristig weitere Mehrfamilienhäuser entstehen, um die hohe Nachfrage an Wohnraum zu bedienen, heißt es weiter.
Der Gemeinderat billigte den Bebauungsplanvorentwurf sowie den Vorentwurf der Örtlichen Bauvorschriften jeweils mit Begründung. Die frühzeitige Beteiligung und die Anhörung der Behörden wird durchgeführt.