Der Spatenstich zur Erschließung des ersten Abschnitts im Baugebiet Hungerbühl 3 ist im Mai 2023 erfolgt. Doch wie steht es um den Bebauungsplan „Hungerbühl – 4. Abschnitt“? (Archiv-Foto). Foto: Stadt Dornhan

Wird ein Satzungsbeschluss für weitere Wohnbauplätzen gefasst? Das Verfahren erweist sich als langwierig. Der Bebauungsplan „Hungerbühl – 4. Abschnitt“ soll nun erneut öffentlich ausgelegt werden. Doch gibt es weiterhin Kritik an der Planung.

Verwaltung und Gemeinderat sehen sich auf dem richtigen Weg.

 

Wie wird sich die Dornhaner Bevölkerung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten entwickeln und welche Schlüsse zieht man daraus für die Wohnbauentwicklung?

Erste Abschnitte bebaut

Um diese Frage ging es unter anderem im Zuge der erneuten öffentlichen Auslegung zum Bebauungsplan „Hungerbühl – 4. Abschnitt“.

Aus Sicht der Verwaltung und des Rottweiler Ingenieur- und Planungsbüros ist der Bedarf an neuen Wohnbauplätzen vorhanden. Die Abschnitte Hungerbühl 1 und 2 seien mittlerweile komplett bebaut, so Bürgermeister Huber.

35 neue Grundstücke geplant

Ziel sei es, vor Jahresende den Satzungsbeschluss für den vierten Abschnitt zu fassen.

Auf einer Gesamtfläche von 3,7 Hektar sollen 35 neue Wohnbaugrundstücke entstehen, so der Plan für die Erweiterung des Baugebiets.

Umweltrechtliche Vorprüfung.

Nachdem der Bebauungsplan ursprünglich im beschleunigten Verfahren nach Paragraf 13b (BauGB) durchgeführt werden sollte, das Verfahren dann aber angefochten wurde, soll nun in einem ergänzenden Verfahren von Paragraf 214, Absatz 4 (BauGB) in Verbindung mit Paragraf 215a (BauGB) Gebrauch gemacht werden.

Auf diese Weise könnten bereits begonnene und abgeschlossene 13b-Verfahren „geheilt“ werden. Dazu gehört eine umweltrechtliche Vorprüfung.

Regionalverband hat Bedenken

Diese sei durchgeführt worden mit dem Ergebnis, dass keine ausführliche Umweltprüfung erforderlich sei, erklärte Planer André Leopold.

Bedenken äußerten der Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg und der BUND/NABU, wie aus den Stellungnahmen herauszulesen war.

Fehlt der Bedarf?

„Sollte das Potenzial den Bedarf übersteigen, müssen Flächen zurückgenommen werden“, regte der Regionalverband auch angesichts weiterer begonnener Bebauungspläne im Rahmen des 13b-Verfahrens an.

Der BUND/NABU lehnt das Vorhaben ab und begründete dies mit fehlendem Bedarf an zusätzlichem Wohnraum. „Die Nachfrage ist da – definitiv“, entgegnete der Bürgermeister.

Mehrheit für Offenlage

Deswegen wolle man etwas bereitstellen. Von einer „moderaten Entwicklung“, sprach Huber angesichts von Bedenken aus dem Gremium, ob sich die Stadt in den vergangenen Jahren zu stark vergrößert habe.

Im Vergleich zu anderen Kommunen zeige Dornhan „keine atemberaubende Entwicklung“, so Hubers Einschätzung. Bei drei Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat, noch einmal in die Offenlage zu gehen.