Leben in einer Wohngemeinschaft: Darum ging es auch bei der Veranstaltungsreihe „Gesprächswerkstätten – Bauen in Gemeinschaft“. Foto: Jens Kalaene/dpa

Die Gesprächswerkstatt zum Thema Baugemeinschaften ging in die dritte Runde. Bewohnerinnen berichteten über die Erfahrungen, die sie gemacht haben.

Kürzlich fand der dritte Termin der Veranstaltungsreihe „Gesprächswerkstätten – Bauen in Gemeinschaft“ in der Zehntscheuer Balingen statt. Die an alternativen Wohnformen interessierten Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, sich im Rahmen von Inputvorträgen und Interviews über gemeinschaftliche Bau- und Wohnprojekte zu informieren und auszutauschen.

 

Begonnen hat der Abend mit einem Vortrag von Eckart Hammer und einem Rückblick, wie sich unsere Welt in Bezug auf soziale Interaktion, generationenübergreifende Fragestellungen und gegenseitige Unterstützung in den letzten Jahrzehnten verändert hat.

Austausch im lockeren Dialog

„Mit seiner umfangreichen Expertise als langjähriger Professor für Soziale Gerontologie, Beratung und Sozialmanagement an der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg bringt Dr. Hammer, Diplom-Sozialpädagoge und Sozialwissenschaftler, tiefes Fachwissen über gemeinschaftlichen Wohnformen mit“, heißt es in einer Mitteilung.

Dabei wurden nicht nur die Vorteile und Herausforderungen solcher Wohnformen beleuchtet, sondern auch neue Impulse für ein generationenübergreifendes Miteinander vermittelt.

Aus eigener Erfahrung und somit aus erster Hand berichten konnte Cordula Schifferer, Bewohnerin des Mehrgenerationenwohnen „Wohn(t)raum Sannental“ in Metzingen. Im „lockeren Dialog“ berichtete sie aus ihrem Alltag im gemeinschaftlichen Wohnprojekt mit 31 Wohnparteien aller Altersstufen und beleuchtete Für und Wider dieser Wohnform aus ihrer persönlichen Sicht.

Vierter Termin im Januar

Im Gespräch mit den Teilnehmenden konnten laut Mitteilung Unklarheiten beseitigt und Vorbehalte abgebaut werden. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass ein harmonisches Miteinander in einer solchen Gemeinschaftssituation auch Arbeit ist und nicht von selbst entsteht.

Im Anschluss gab es einen weiteren persönlichen Erfahrungsbericht von Andrea Hildwein, Bewohnerin und Mitbegründerin des gemeinschaftlichen Bau- und Wohnprojekts Balingens, „erlebnisreich wohnen“.

Neben weiteren Aspekten des täglichen Miteinanders konnte Hildwein auch fundierte Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Mehrgenerationen-Wohnhauses geben. Sie nahm die Besucher mit auf den Weg von der ersten Idee bis zum gemeinschaftlichen Leben und Miteinander, das heute in dem 2022 mit dem „Deutschen Bauherrenpreis“ ausgezeichneten Projekt stattfindet.

Der vierte und vorerst letzte geplante Termin der Gesprächswerkstätten wird am Montag, 27. Januar, ab 19 Uhr in der Zehntscheuer Balingen stattfinden.