Gut besucht war die Runde. Foto: Stadt Balingen

Zahlreiche Interessenten haben die vierte Veranstaltung der Gesprächswerkstätten zum Thema Bauen in Gemeinschaft besucht. Baugemeinschaften erfahrenen Gäste berichteten in der Runde von ihren Erfahrungen.

Anfang der Woche ging die Veranstaltungsreihe der Gesprächswerkstätten zum Thema Bauen in Gemeinschaft in die vierte Runde.

 

„In einer entspannten Talkrunde hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Einblicke in den umfassenden Wissensschatz der in Baugemeinschaften erfahrenen Gäste zu erhalten“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Die bunt gemischte Gruppe aus Hartmut Fritz von Baisch + Fritz Freie Architekten BDA, Projektsteuerin Claudia Jung von Jungarchitektur und der langjährigen Bewohnerin Ruth Bantle berichteten aus ihren Projekten in Tübingen.

Es konnten Fragen gestellt werden

Sie sprachen offen über Risiken, Chancen und Unterschiede von gemeinschaftlichem Bauen im Gegensatz zum konventionellen Einfamilienhaus oder den Kauf einer durch Investoren geplanten Wohneinheit und stellten auch nochmals die sozialen, gestalterischen und finanziellen Vorteile für die Mitglieder der gemeinschaftlichen Bauprojekte heraus.

Im Anschluss konnten alle Fragen, die nach der Gesprächsrunde noch offengeblieben sind, an die Expertinnen und Experten gerichtet werden. Mit etwa 25 Teilnehmenden, darunter bekannte und neue Gesichter, war die Veranstaltung unter dem Thema „von der Wohnidee zur Baugemeinschaft“ die bislang bestbesuchte Veranstaltung der Gesprächswerkstattreihe.

Kleine Pause steht an

Das vom Amt für Stadtentwicklung durchgeführte Format der offenen Werkstattgespräche werde nun vorerst eine kleine Pause einlegen, heißt es seitens der Stadt. Im Frühsommer ist dann eine Veranstaltung mit Fokus auf die Entwicklungen im Baugebiet Urtelen geplant. Im Herbst ist eine Exkursion nach Tübingen angedacht, um in Gemeinschaft gebaute Quartiere zu besichtigen.

Für diejenigen, die sich vorstellen können, Teil einer Baugemeinschaft zu werden, steht auf der Homepage der Stadt Balingen eine Kontaktbörse zur Verfügung, auf der Ideen für ein Bauprojekt in Gemeinschaft eingestellt werden können, um Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu finden.

Wer sich stattdessen oder zusätzlich persönlich beraten lassen möchte, kann sich beim Amt für Stadtentwicklung der Stadtverwaltung Balingen melden.

Bei den ersten beiden Terminen der Veranstaltungsreihe ging es unter dem Thema „Wie wohnen wir morgen“ vorrangig darum, Baugemeinschaften als Alternative zum klassischen Einfamilienhaus kennen zu lernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die dritte Gesprächswerkstatt stand unter dem Motto „gelebte Wohnträume“. In mehreren Vorträgen und Interviews wurden den Teilnehmern Erfahrungsberichte von Bewohnerinnen gemeinschaftlicher Wohnprojekte sowie einem auf dieses Thema spezialisierten Sozialwissenschaftler nahegebracht.