In Altensteig steigen die Wassergebühren. Foto: Tim Nagengast

In Altensteig werden die Wassergebühren im kommenden Jahr etwas höher als bisher – obwohl die Kosten pro Kubikmeter gleich bleiben. Was die Kostensteigerung verursacht.

Im kommenden Jahr werden die Wassergebühren für die Altensteiger teurer. Der Gemeinderat hat beschlossen, dass die Grundgebühren um 50 Cent für einen normalen Hauswasserzähler – also einem Zähler, der „nur“ den Verbrauch etwa einer Wohnung misst, im Monat ansteigen: Von 7,50 Euro auf acht Euro. Aufs Jahr gerechnet macht das sechs Euro mehr. Dieser hat einen Durchlauf von etwa vier Kubikmetern pro Stunde.

 

Hauswasserzähler mit einem Durchlauf von zehn Kubikmetern pro Stunde kosteten bislang 12,50 Euro Grundgebühr, diese steigt nun auf 13,50 Euro. Bei einem Nenndurchfluss von 16 Kubikmetern pro Stunde steigt die Grundgebühr von 16 Euro im Monat auf 17 Euro im Monat.

3,60 Euro netto pro Kubikmeter

Stabil bleiben hingegen die Verbrauchskosten für den Kubikmeter Wasser, also 1000 Liter, mit 3,60 Euro netto. Im Verhältnis: Eine gewöhnliche Badewanne von 80 mal 180 Zentimeter fasst etwa 180 Liter. Würde man diese komplett füllen, kostet das rund 65 Cent netto, etwa 69 Cent inklusive der Mehrwertsteuer von sieben Prozent.

Stadtrat Fabian Müller von den Freien Wählern begrüßte die Kostensteigerung: Dies sei ein gutes Zeichen an die Bürger, dass die Verbrauchsgebühren steigen – und damit auch moderat die Grundgebühren.

In den vergangenen Jahren verzeichneten die Stadtwerke ein Minus beim Wasser: 2023 fiel 54.000 Euro an, davon wurde etwa die Hälfte, also rund 27.000 Euro, in der Kalkulation für 2026 berücksichtigt.

Auch 2024 entstand ein Minus von knapp 33.000 Euro, das aber für die Kalkulation für das Jahr 2026 noch vernachlässigt wurde.

Die Stadtwerke rechnen damit, dass die Personalkosten im kommenden Jahr steigen werden, auch die Inflation wurde berücksichtigt.

Durch die Erhöhung der Grundgebühren rechnen die Stadtwerke mit Mehreinnahmen von rund 22.000 Euro. Für die Kalkulation wird der durchschnittliche Verbrauch der letzten fünf Jahre angelegt, also 523.766 Kubikmeter.

Der Gemeinderat stimmte für die Anhebung der Grundgebühren, wie die Stadtwerke vorgeschlagen hatten, mit Ausnahme der AfD-Stadträtin Brigitte Kirn, die als einzige dagegen stimmte.

Auch Gebühren für Großwasserzähler steigen

Auch die Gebühren für die Großwasserzähler, die den Verbrauch eines kompletten Gebäudes messen, wurden angehoben: Bei einem Durchfluss von 40 Kubikmetern pro Stunde steigt die Grundgebühr von 53 Euro auf 57 Euro im Monat, bei 63 Kubikmetern pro Stunde von 62 auf 66 Euro und bei 100 Kubikmetern von 79,50 auf 84 Euro.