Wohnbau-Geschäftsführer Markus Schwamm (links) und OB Klaus Eberhardt präsentierten bei der Pressekonferenz beeindruckende Zahlen und sprachen über aktuelle und kommende Projekte. Foto: Heinz Vollmar

Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft wird mit 30,5 Millionen Euro in diesem Jahr die höchste Investitionssumme ihrer 75-jährigen Unternehmensgeschichte investieren.

Im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag zur Vorstellung des Wirtschaftsplans für das Jahr 2026 verwiesen Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und der Geschäftsführer der Wohnbau, Markus Schwamm, darauf, dass die ausgerufene Wohnbau- und Sanierungsoffensive insofern auf hohem Niveau fortgeführt werde.

 

Dass dies trotz einer äußerst unsicheren Marktlage geschieht, sei vor allem der immensen Nachfrage nach Wohnraum in Rheinfelden geschuldet, so der OB. Er sagte, sich allein auf den aktuellen Wohnungsbestand zu berufen, sei falsch. Vielmehr müsse man in die Zukunft investieren, um das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage an Wohnraum möglichst anzupassen.

Allerdings verwies er auch auf etwaige Grenzen im Hinblick auf die Höhe des Investitionsvolumens, das nicht zur Daueraufgabe werden könne.

Schwamm erinnerte daran, dass man mit dem Investitionsvolumen nicht nur für eine zeitgemäße und marktgerechte Wohnraumversorgung für die Bürger aller Bevölkerungsschichten der Stadt sorge. Vielmehr würden durch die Kooperation mit vorwiegend regionalen Handwerkern und Dienstleistern diese Investitionen auf direktem Weg wieder zurück in die regionale Wirtschaft fließen. Im Rahmen der umfangreichen Neubau,- Sanierungs-und Modernisierungstätigkeit vergebe die Wohnbau auf diese Weise rund 5000 Aufträge an überwiegend regionale Handwerksbetriebe.

Ausblick Wohnbau

Für das laufende Jahr werden erhebliche Millionenbeträge für Projekte wie die Entwicklung des Krankenhausareals als Wohngebiet, den Neubau eines Gesundheitszentrums, sowie den Bau einer weiteren Obdachlosenunterkunft gegenüber der bereits bestehenden Unterkunft in der Werderstraße investiert. Außerdem soll ein weiteres Areal entwickelt werden, ein Thema, das aktuell jedoch noch vertraulich behandelt wird. Darüber hinaus würden hohe Millionenbeträge in den Bestand sowie die energetische Sanierung und eine klimafreundliche Abwärmeversorgung investiert, so der Wohnbau-Geschäftsführer.

Im Hinblick auf die neu geschaffenen Mietwohnungen verwies Schwamm auf insgesamt 257 Wohnungen, die in fünf Jahren gebaut wurden. 79 Wohnungen werden in Kürze im Neubau Haus 3 in der Werderstraße übergeben, weitere 18 werden im kommenden Jahr im Neubau in Nollingen auf dem ehemaligen Feuerwehrgrundstück fertiggestellt. Öffentlich gefördert werden von den 257 Wohnungen, 152 Wohnungen, was rund 60 Prozent ausmacht.

Auf die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Wohnbau verwiesen sowohl Eberhardt als auch Wohnbau-Geschäftsführer Markus Schwamm in Bezug auf die Entwicklung des ehemaligen Klinikgeländes für eine Wohnbebauung.

Klinik wird abgerissen

Bis im April sollen auch die Entwürfe für das Areal der drei beauftragten Büros vorliegen, so dass diese vorgestellt werden können. Mit demAbbruch der ehemaligen Kreisklinik soll in Kürze begonnen werden.