Deutlich langsamer als geplant geht es jetzt schrittweise weiter für den Mietwohnungsbau an der Schwenninger Sturmbühlstraße.
Die alten Mietwohnungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (WGB) an der Schwenninger Sturmbühlstraße waren schon abgerissen, alles bereit für den Neubau – und dann war erst mal Schluss.
Die sprunghafte Verteuerung der Baupreise, die dann deutlich unzureichende Förderung dieser Form des Bauens gepaart mit der Verteuerung von Krediten bremste das Projekt um mehrere Jahre aus. Und das, obwohl gerade im Segment preisgünstiger Mietwohnungen im Oberzentrum der größte Mangel herrscht.
Auf Seiten der Wohnungsbaugesellschaft suchte nach Möglichkeiten, trotz der erschwerenden Umstände das Projekt doch noch umsetzen zu können. Ein Konzept liegt vor.
Drei Gebäude und Parkhaus
Der Technische Ausschuss stimmte in der Sitzung am Dienstagabend dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Sturmbühlstraße“ – hier der Satzungsbeschluss – zu. Das letzte Wort hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch. Doch das gilt nur noch als Formsache aufgrund des offensichtlichen Bedarfes. An der Sturmbühlstraße wird ein Generalunternehmer im Auftrag der WBG auf einer Brachfläche mehrere Wohngebäude mit Anwohnerparkhaus errichten.
„Ziel des Vorhabens ist die Schaffung von kostengünstigem Wohnraum in verdichteter Bauweise, um eine effiziente Flächennutzung und eine nachhaltige Wohnraumentwicklung zu fördern“, heißt es in der Beschreibung. Das Projekt umfasst insgesamt 106 Wohneinheiten, die flexibel gestaltet sind, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der zukünftigen Bewohner gerecht zu werden. Die Wohnungen verteilen sich wie folgt: 50 Zwei-Zimmer-, 37 Drei-Zimmer- und 19 Vier-Zimmer-Wohnungen
Die drei Wohngebäude sind laut Plan längs der Sturmbühlstraße angeordnet, liegen zurückversetzt zur Straßenkante und bestehen jeweils aus einem Untergeschoss, Erdgeschoss und fünf beziehungsweise sechs Obergeschossen. Lager- und Technikräume werden sich im Untergeschoss befinden, Wohnräume in allen Geschossen, im Untergeschoss ausschließlich auf der Nordseite.
PV und Grün auf dem Dach
Die Dachflächen der Wohngebäude und des Parkhauses sind dann mit einer Kombination aus Dachbegrünung und Photovoltaikanlagen (PV) ausgestattet. Die Begrünung soll zur besseren Entwässerung beitragen und die Biodiversität erhöhen. Die PV-Anlagen lieferten nachhaltige Energie für das Gebäude. Die Wärmeerzeugung erfolgt über Luft-Wasser-Wärmepumpen auf den Dachflächen.
Das Parkhaus ist für 128 Stellplätze ausgelegt in vier Vollgeschossen. Die Höhe des Gebäudes ist mit knapp elf Metern angegeben.
„Das Bauprojekt wird gemäß dem Effizienzgebäudestandard KfN40 errichtet und strebt eine DGNB-Silber-Zertifizierung an, um den Qualitätssiegel Nachhaltiges Bauen (QNG)-Nachweis zu erfüllen.“
Auf Nachfrage aus dem Ausschuss, wann der Bau denn nun endlich starte, konnte Oberbürgermeister Jürgen Roth noch kein konkretes Datum verkünden.
Der Förderantrag liege bei der L-Bank. Da dort aber offenbar gerade viele solche Anträge bearbeitet werden müssten, könne man noch keinen konkreten Baubeginn ins Auge fassen.