Es ist eines der größten Wohnbauprojekte in jüngster Zeit : Auf dem Eli-Areal sollen 340 Wohnungen entstehen. Der Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) stellte Fragen.
340 neue Wohnungen in Innenstadtlage – angesichts der großen Nachfrage nach Wohnraum ist das für Lörrach eine Ansage. Wie berichtet, will die Landmarken AG das Grundstück des St. Elisabethen-Areals von dem Schwesterorden erwerben – der Stadt fehlt dazu das Geld. Dennoch müssen die städtischen Zielvorstellungen über die Bebauung berücksichtig werden, betonte Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic vor dem Ausschuss am Donnerstagabend.
Mix aus alt und neu
Nach der Vorstellung des Bebauungsplans (wir berichteten) durch die Architekten Sacker konnten Nachfragen erörtert werden.
Betont wurde nochmals das Ziel eines sozialverträglichen und generationenübergreifenden Bebauungsplans. Es sollen rund 120 Wohnungen ins Bestandsbauten entstehen sowie rund 160 durch Neubauten. „Wir freuen uns über die Kooperation mit der Stadt und die finalen Verhandlungsgespräche mit dem Orden“, erklärte Christine Rumpf von der Landmarken AG. Angestrebt werde eine „gesunde Wohnstruktur.“ Das Unternehmen wolle die Wohnungen im Eigentum vermieten. Nachfragen aus dem Gremium über die zu erwartenden Mietpreise konnten dabei noch nicht beantwortet werden. „Wir stehen erst ganz am Anfang“, betonte die Bürgermeisterin. Klar sei aber, dass die Stadt auch sozialverträglichen Wohnbau einfordere. „Sehr guter Dinge“, zeigte sich Fritz Böhler (Grüne). Offenbar kümmere sich der Investor beherzt um das Gelände, so sein Eindruck. Es entstehe ein gesunder Mix aus neu und alt. „340 neue Wohnungen – das ist ein großes Glück und ein echter Hammer.“ Auch Jürgen Exner (CDU) freute sich über die neuen Wohnungen samt geplantem Kindergarten. Aus Sicht der vielen Wohnungssuchenden sei das eine gute Perspektive. Allerdings gelte es nun, auf die Zeitschiene zu schauen. Es müsse schnellstmöglich losgelegt werden.
Zentrales Projekt
Auf dieses „zentrale Projekt der Stadtentwicklung“ werde man ein Auge haben, so Christiane Cyperrek (SPD). Es seien hehre Ziele formuliert worden, indes gelte es auch, die Bezahlbarkeit wirklich umzusetzen. Trotz der Bebauungsdichte zeigte sie sich überzeugt: „Hier kann ein tolles Quartier entstehen.“ Besonders am Herzen liege ihr die soziale Durchmischung und möglichst viel Begrünung. Und: „Bitte keine Flachdachkisten-Architektur!“.
Den eingeplanten Wegfall von Parkplätzen können angesichts der zentralen Lage sogar die Freien Wähler verschmerzen, zeigte sich Matthias Lindemer erfreut über den geplanten neuen Wohnraum. Matthias Koesler allerdings beklagte den Wegfall stattlicher Platanen und forderte eine Umpflanzung – was von der Stadtspitze als viel zu aufwendig erklärt wurde.
Für möglichst viel Grün
Aber: Es werde auf ausreichend Grünflächen und Neupflanzungen geachtet, zudem blieben parkähnliche Areale erhalten, hieß es von Planerseite.
Bei zwei Enthaltungen empfahlen die AUT-Mitglieder dem Gemeinderat, den Plänen zuzustimmen.