Nachverdichtung ist ein Schlüsselbegriff im Wohnungsbau. Überall, wo es möglich ist, werden Baulücken geschlossen für Neubauten. So ist es nun auch auf dem Gelände der Klinik Hüttenbühl geplant.
Die Innenentwicklung hat in Bad Dürrheim in der Kernstadt und in den Stadtteilen einen hohen Stellenwert. Ersichtlich schon aus dem eigenen Forum Innenentwicklung. Eine weitere Nachverdichtung ist nun in Planung.
Wie sich schon die Betreiber der Schlossklinik (Eisenbahnerheim) vor einigen Jahren von Wohnimmobilien in der Straße Am Sonnenbühl und in der Hammerbühlstraße getrennt haben, so hat dies nun auch die Deutsche Rentenversicherung bei der Klinik Hüttenbühl getan.
Der Wohnkomplex, ehemals Mitarbeiterwohnungen, im östlichen Teil des Geländes wurde an die Firma Arsage Real Estate Management GmbH aus Frankfurt verkauft. Im Bestand sind es etwas mehr als 50. Dieses Unternehmen ist auch Antragssteller für die Nachverdichtung und weitere Baumaßnahmen.
Sanierung und Erweiterung
Die Frankfurter planen einerseits die Sanierung der Häuser – auch energetisch, anderer seits sollen über eine Nachverdichtung weitere Gebäude errichtet werden. In der jetzigen Planung spricht man von 50 bis 70 Wohnungen. Aus den ehemaligen Personalwohnungen würde sich somit ein allgemeines Wohnen entwickeln. Ein Bebauungsplan für das Gelände existiert nicht, im Flächennutzungsplan ist es als Sondergebiet ausgewiesen.
Die geplante Wohnraumverdichtung war bereits als Anfrage beim Regierungspräsidium Freiburg. Demnach ist für das Vorhaben kein Flächentausch für Wohnbebauung zu Lasten der Ostbaar vorgesehen. Dies im Gegensatz zu einem eventuellen Wohngebiet rund um das Haus Hohenbaden. Dies würde zu Lasten der Ostbaar gehen.
Eine Frage ist noch offen in dem Grundstückshandel: Vor den Wohnblöcken liegt ein Garagengrundstück, hier muss noch eine konfliktfreie Lösung für die Klinik gefunden werden.
Nach Angaben der Klinikvertreter gibt es aktuell nur zwei Mitarbeiter, die auf dem Klinikareal wohnen, für eventuelle Wohnraumanforderungen gibt es an andere Stelle der Klinik, im Westteil, eine Lösung.
Für eine Erweiterung ist ein drei-, beziehungsweise viergeschossiges Gebäude vorgesehen. LBU-Fraktionssprecherin Karen Roeckl sprach das Thema bezahlbares Wohnen und sozialer Wohnungsbau an.