Ein Schild warnt an der Stuttgarter Straße vor Glätte – aus gutem Grund. Foto: Luis Krumm

Die Stuttgarter Straße ist unterhalb der Krankenhaus-Kurve seit Tagen nass. Schuld daran sind allerdings nicht Regen oder Schnee.

Wer in den vergangenen Tagen auf der Stuttgarter Straße in Calw unterwegs war, zwischen Adlereck und Steckenäckerle, dürfte sich gewundert haben.

 

Denn dort warnte, an der Kurve unterhalb der Krankenhaus-Kurve, ein Schild vor Glätte. Weil die Straße nass war. Nasser, als sie angesichts des Wetters sein sollte.

Ursprung bislang unklar

Besonders kurios daran: Das dafür verantwortliche Wasser sprudelte aus einer Straßenlaterne. Und: Der Ursprung des Wassers ist bislang noch nicht ganz klar, erklärt David Mogler, Wirtschaftsförderer und Persönlicher Referent des Calwer Oberbürgermeisters.

Das Wasser sprudelte aus einer Straßenlaterne. Foto: Luis Krumm

Denn aktuell gebe es zwei denkbare Möglichkeiten, führt Mogler auf Anfrage unserer Redaktion aus. Entweder habe es sich um Oberflächenwasser gehandelt, dass auf unbekannten Wegen abgeflossen und an der Stuttgarter Straße herausgekommen sei, oder um ein Leck im Leitungssystem.

Dass momentan kein neues Wasser nachkomme, könne auch daran liegen, dass es beispielsweise zwischen Leck und Austrittsstelle eingefroren sei.

Sowohl ENCW als auch die Abteilung Tiefbau der Stadt Calw würden derzeit weiterhin mit vereinten Kräften nach einem möglichen Leck suchen. Ein solches zu finden, sei jedoch alles andere als einfach, erläutert Mogler.

Denn wenn Wasser irgendwo verloren gehe, lasse sich das üblicherweise nur an Wasserzählern feststellen. Danach müssten die möglicherweise betroffenen Rohre einzeln abgehört werden.

„Sehr unglücklicher Zufall“

Im Fall des Wasseraustritts an der Stuttgarter Straße sei dabei allerdings ein riesiges Einzugsgebiet betroffen, dass es zu untersuchen gelte.

Dass es zu einem Leck in einer Wasserleitung komme, sei an sich nichts völlig Seltenes. Dass die Suche so schwierig sei und das Wasser dann zudem direkt an einer Bundesstraße an die Oberfläche trete, sei jedoch ein „sehr unglücklicher Zufall“, so Mogler – sollte es sich tatsächlich um ein Leck handeln.

Straßenlaterne wurde aufgebohrt

Grundsätzlich suche sich Wasser immer einen teils unvorhersehbaren Weg, unter anderem durch Leerrohre im Boden. Der „Ausgang“ an der Straßenlaterne wurde indes künstlich geschaffen. Den habe die ENCW aufgebohrt, damit die dortige Elektrik nicht lahmgelegt werde.

Als besonders problematisch hätten sich in den vergangenen Tagen dabei die frostigen Temperaturen erweisen können. Dass der Weg durch die Kurve aufgrund des Wasser nicht zur Rutschpartie wurde, sei Bauhof und Straßenmeisterei zu verdanken, unterstreicht der Wirtschaftsförderer und Persönliche Referent des Calwer Oberbürgermeisters. Diese hätten sofort gehandelt, geräumt und gestreut, „damit da keine Eisplatte entsteht“.