Bald gibt es in der Turn- und Festhalle freies Wlan. (Symbolfoto) Foto: tonktiti - stock.adobe.com

Die Turn- und Festhalle in Schenkenzell erhält ein freies Wlan-Netz für 5400 Euro. Davon sollen vor allem Vereine bei Veranstaltungen profitieren.

In der Sitzung des Gemeinderats berichtete Bürgermeister Bernd Heinzelmann von sich häufenden Anfragen von Vereinsvertretern nach einem Wlan-Netz für die Mehrzweckhalle. Die Verwaltung habe danach geprüft, ob die Möglichkeit bestünde, über einen Netzverstärker das bestehende Wlan vom benachbarten Bürgerhaus (frühere Grundschule) in die Halle zu bringen. Hierfür habe es Gespräche mit der Firma BK Computer aus Lauterbach gegeben, die das Netzwerk eingerichtet habe. Gleichzeitig sei die Schiltacher Firma Elektro Harter hinsichtlich eines Verbindungskabels vom ehemaligen Schulgebäude bis zur Halle kontaktiert worden.

 

Einige Vereine nutzten für die Bewirtung bei ihren Veranstaltungen Bestellapps, die über eine Lan-Verbindung mit einer „Bon Kasse“ in Verbindung stünden. Dies funktioniere so: „Die Bedienung nimmt Getränke- und Essenswünsche auf und kassiert. Gleichzeitig wird die Bestellung an der Theke zusammengestellt und von anderem Personal an den jeweiligen Tisch der wartenden Gäste gebracht. Bei der Feuerwehr klappt das sehr gut“, schilderte Heinzelmann.

Allerdings müsse bei diesem System das Netzwerk reibungslos funktionieren. Es sei vorgesehen, eine Lan-Dose für die Küche und Theke zu installieren, damit Kassen und Drucker störungsfrei liefen. Für eine einfache Ausstattung müsse mit 4200 Euro gerechnet werden. Werde die Küche mit angebunden mit der Möglichkeit einer Erweiterung, lägen die Kosten bei 5400 Euro. Mittel seien im Haushalt hierfür nicht eingestellt. Finanziert werden könne das Vorhaben jedoch von der Haushaltsstelle „Unterhaltungskosten Halle“, wo 6500 Euro zur Verfügung stünden.

Das sagen die Räte

Als IT-Fachmann zeigte sich Rat Felix Hauer vom Angebot der Firma BK Computer überzeugt. Ihm zufolge könne die Umsetzung auch erst 2026 erfolgen, um Mittel in den Haushalt einzustellen. Für Werner Kaufmann kam nur die teurere Variante in Betracht. Es würden immer mehr Vereine auf das neue Bewirtungssystem umsteigen wollen. Da der Narrenverein 2027 ein Jubiläum veranstalten werde, empfehle er, die Installation in diesem Jahr anzugehen. Dann könne schon getestet werden. Vom Vorschlag Kaufmanns, weitere Angebote einzuholen, hielt Heinzelmann wenig. Die Firma kenne den Ort und von ihr habe er das Angebot als Folgeauftrag erhalten. Katrin Kilgus riet davon ab, eine andere Firma zu beauftragen. Das könne zu Streitigkeiten führen, wenn es um die Gewährleistung gehe.

Einstimmig sprach sich der Rat für die teurere Variante und die Umsetzung in diesem Jahr aus.