Acht bewährte Gruppen zogen durch die Gasthäuser der Stadt und sorgten mit Musik, Humor und politischen Spitzen für einen unterhaltsamen Fasnetsabend.
Acht bewährte Gruppen hatten sich angekündigt und zogen nacheinander durch acht Gasthäuser. Im „Roma“ machten die Elfer-Frauen den Anfang, grandios als Straußenvögel kostümiert, und füllten die leere Stadtkasse mit goldenen Eier. Dann animierten 30 Stadtmusiker mit wilden Rhythmen zum Mitsingen und Tanzen am Tisch, die super Stimmung weiter anheizend.
Jetzt tauchten die Elfer als Gebäude- und Gesundheitspolizei auf. „Wir suchen Schadstoffe in jedem Haus in Schramberg“, drohten sie und machten den Anfang an den Tischen und filzten die Gäste.
Weiter ging es mit den Bittlosen vom Sulgen, die als Inuits die Themen Grönland und städtische Bauruinen variierten.
Kuma und sein Team der „Schramberger-Bierathleten“ bretterten auf Skiern durch den Gastraum, bestimmten Andy Krause (Hochbauprofi im Ruhestand) zum Ersatzmann und brachten ihn zu olympischen Höchstleistungen: Er legte dreimal an und traf in Schwarze. Kumas Vortrag danach gipfelte in der Forderung: „Make Amerika g’scheid again“
Kollektiver Schlachtruf
Noch tiefer in die Politik stieg danach Hans-Jörg Dierstein ein. Er nahm unter anderem die AfD sowie Wirtschaftsministerin Katharina Reiche wegen ihrer Nähe zur Gaslobby kritisch ins Visier.
Für akrobatisch-skurrile Unterhaltung sorgten die Dold-Zwillinge mit ihrem Helferteam. Mit pseudoartistischen Kunststücken, schrägen Witzen und dem kollektiven Schlachtruf „Chicken Banana“ strapazierten sie erfolgreich die Zwerchfelle des Publikums.
AE war nirgends zu sehen
Gegen Mitternacht hätte noch der AE auftauchen sollen, war aber offenbar irgendwo hängen geblieben. Verlass war hingegen wie immer auf den Frauenstammtisch: Er versorgte die Fasnets-Aktivisten großzügig mit selbst gebackenen Plätzchen – ein süßer Abschluss eines närrischen Abends.