Die Oldtimer präsentiert Museumsleiterin Anneliese Müller dem Publikum. Foto: Christoph Ziechaus

Die Oldtimer rollten bei Sonnenschein während „Wirtschaftswunder Klassik“ zwischen die hohen Gebäude, in denen schon früher an Wunderwerken gefeilt wurde.

Die Wirtschaftswunder Klassik leuchtete mit Weißwandreifen am dunkelblauen Opel Olympia von 1952 und noch mehr an dem hellen Modell zehn Jahre später.

 

Eines der Vorbilder war der schwarze Chevy Fleetmaster von 1946, der mit den Soldaten der US Army damals nach Deutschland kam. Das gepflegte bullige Statussymbol mit 71 396 Meilen glänzte neben einem blauen Plymouth Cabrio von 1933 auf dem Parcours neben dem Museum.

Gegenüber standen die Symbole der Deutschen, ein roter Mercedes Benz 190 oder ein wenig kleinerer 180 von 1960 eines Sammlers aus Seedorf. Der Winker neben der Fahrertür klappte aus einem schwarzen Peugeot von 1948, alles gelenkt mit einem einzigen Schalter neben der Lenksäule. Beim Blick unter die Kühlerhaube staunte man über den geräumigen Platz um den Motorblock, über dem noch ein Fach für eine Flasche mit einem Liter Kühlwasser blieb.

Vorstellung der Fahrzeuge

Nach solchen Feinheiten konnte Anneliese Müller die Fahrer bei der Vorstellung der Fahrzeuge nicht fragen. Da rollte der rote BMW 600 von 1960 als „größerer Bruder der Isetta“ vor den Zuschauern vorbei oder auch der ein Jahr ältere blaue DKW.

Ein Peugeot von 1938 stellt auch einen Winker aus. Foto: Ziechaus

Ein weißes Cabrio von Daimler von 1972 passierte mit einem dezenten dunklen Grummeln. Vor dem Museum waren wieder die sportlichen Zweiräder aufgestellt, wie eine weiße BMW von 1951 oder die Konkurrenz einer Horex Regina mit 18 PS.

Die amerikanischen Versionen der Bullies sind auch vertreten. Foto: Ziechaus

Die Deutschen Industriewerke aus Spandau waren mit dem D-Rad von 1930 oder einem R9-Gespann vertreten, daneben ein Nimbus-Gespann und eine Zündapp mit 22 PS von 1935.

T1-Sambas auf Gelände

Das Parkgelände wurde zum Campingplatz für die VW T1-Sambas um 1960 in Blau-Weiß oder Grau-Weiß. Aus diesen Tagen stammte auch der schwarze 6CV von Citroen, gut zwanzig Jahre jünger der blau-schwarze 2CV Club. Zwischen dem roten Mustang von 1966 und dem RO 80 von 1973 wirkte der rote Flitzer NSU Spider etwas verloren. Während manche von roten Flitzern träumen, schwärmte Werner Worpitz von der „Schwarzen Barbara“ und dem blauen Enzian und gemeinsam mit Paolo vom „Bandel“ der Mariandl. Handfester bleiben da die Kinder, die mit Kasperl und Bello die Räuber jagten, der dafür mit einer Wurst belohnt wurde, wie auch manche der Kinder.