Der Wirtschaftsplan 2026 für das Luise-Klaiber-Haus in Kandern wurde vorgestellt (Archivfoto). Foto: Jennifer Ningel

Das Luise-Klaiber-Haus in Kandern rechnet im Wirtschaftsjahr 2026 mit einem voraussichtlichen Gewinn.

Eine angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt, hohe Personalkosten und Investitionen, unter anderem für die Erneuerung der in die Jahre gekommenen Liftanlage, bescheren dem Luise-Klaiber-Haus weitere Herausforderungen. Auf der anderen Seite wird für 2026 ein voraussichtlicher Gewinn von gut rund 92 400 Euro erwartet.

 

Alexander Kreet, Leiter des Luise-Klaiber-Hauses, stellte den Wirtschaftsplan 2026 dem Stiftungsrat des Spital- und Pfründefonds vor. Dieser sieht Einnahmen in Höhe von knapp 6,5 Millionen Euro vor, dem Aufwendungen von knapp 6,4 Millionen Euro gegenüber stehen.

Das Budget des Erfolgsplans wurde gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent erhöht. Die Kalkulation der Pflegesätze für das laufende Jahr basiert auf einer Schätzung der neuen Heimentgelte von der BWKG, der Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft. Diese geht von einer Erhöhung von mindestens vier Prozent aus.

Mit 88 Bewohnern kalkuliert

Kreet kalkulierte mit 88 Bewohnern in der vollstationären Pflege, was einer angenommenen Auslastung von 98 Prozent entspricht. In der Tagespflege wird mit einer Auslastung von 80 Prozent gerechnet.

Die monatlichen Vergütungszuschläge für die Bewohner betragen aktuell monatlich 230,89 Euro. Bei den Personalkosten wurden eine Tarifsteigerung von 6,7 Prozent einkalkuliert sowie die Erhöhung von Arbeitgeberentgelten von 0,7 Prozent. Die weiter gestiegenen Personalkosten schlagen mit gut 4,8 Millionen Euro zu Buche.

Mit Expertise des Bauamts

Als größter Posten bei den Investitionen ist für 2026 die Erneuerung des Aufzugs eingeplant. Hierfür sind Mittel in Höhe von 50 000 Euro kalkuliert. Außerdem sind für Ersatzbeschaffungen und Reparaturen zusätzliche 15 900 Euro geplant. Die Vergabe für den Aufzug bedarf einer einfachen Ausschreibung, hier soll laut Bürgermeisterin Simone Penner, die gleichzeitig Vorsitzende des Spital- und Pfründefonds ist, die Expertise des Bauamts mit einbezogen werden.

Im Liquiditätsplan sind Einzahlungen von rund 641 500 Euro und Auszahlungen von knapp 6,3 Millionen Euro vorgesehen. Der Saldo beläuft sich demnach auf knapp 139 700 Euro. Kreditaufnahmen sind für das neue Wirtschaftsjahr keine vorgesehen. Für die Jahre 2027 bis 2029 werden jeweils fünf Prozent jährliche Steigerung im Budget eingerechnet.