Workshops, Visionen und echte Netzwerke: Die Wirtschaftsjunioren lieferten mit der Lako 2025 ein Event, das noch lange nachhallt – regional wie international.
Jetzt können die Wirtschaftsjunioren Schwarzwald-Baar-Heuberg wieder durchatmen. Carmen Mühlpforte und Markus Paul strahlen – trotz des Marathons der noch nicht lange hinter ihnen liegt: Die „Lako 2025“, wie die Landeskonferenz der Wirtschaftsjunioren Baden-Württembergs liebevoll genannt wird, die sie ausrichten durften – ein Großprojekt.
„Es war sensationell gut – wir sind überglücklich“, sagt Markus Paul überschwänglich.
Die Lako-Reise
Monatelang hatten sie gemeinsam mit Stephan Braun und Michael Vonier als Organisationsquartett jede freie Minute in die Vorbereitungen investiert, das Programm gestrickt, eingeladen, im Vorfeld den Heinzelmännchen gleich für einen reibungslosen und entspannten Verlauf gesorgt und das in drei Landkreisen auf einen Streich: Schwarzwald-Baar, Rottweil und Tuttlingen. Die Logistik im großen Gastgeber-Bezirk erwies sich als besondere Herausforderung, gemeistert wurde sie mit dem Busunternehmen Petrolli, das seine Fahrzeuge zwischen den Hotels und Veranstaltungsorten auf die Lako-Reise geschickt hat. Und das Helfer-Team der Wirtschaftsjunioren, die übrigens an die Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg angedockt sind, sah man selbst während der Lako vom 27. bis 29. Juni noch in seinen pinken Shirts nimmermüde umherwuseln und letzte Details geraderücken.
Dreh- und Angelpunkt
Rund 400 Teilnehmer aus der ganzen Republik, aber auch aus Finnland, Rumänien, der Schweiz oder anderen Ländern waren vor Ort, darunter 370 Teilnehmer. Wirtschaftsjunioren, von 20 bis Anfang 40, aus allen möglichen Branchen, mit allen möglichen Ideen und Geschäftsmodellen. „Das ist ’der’ Treffpunkt für junge Unternehmer“, erläutert Carmen Mühlpforte im Gespräch. Netzwerken, Dazulernen, eine neue Region und vor allem den Unternehmergeist, der darin wohnt, kennenlernen, darum geht es hier.
Gelungen ist das an den drei Tagen mit einem großen Programm unter der Überschrift „Werde Eins mit der Drei“ als Anspielung auf den Schauplatz Schwarzwald-Baar-Heuberg: Dort gab es nicht nur Vorträge und Fortbildungen, „die einen als Führungskraft voranbringen“, schildert Carmen Mühlpforte, sondern auch Betriebsbesichtigungen, Workshops, Partys und natürlich jede Menge Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, zu vertiefen und Inspirationen zu sammeln bis hin zur großen Gala bei vollem Haus im Rottweiler Kraftwerk.
Ein netter Nebeneffekt: Bei einer Tombola im Zuge der Lako wurde ein Erlös von stolzen 8000 Euro erzielt, der jetzt an das Kinderhospiz in Villingen-Schwenningen übergeben wird.
Begeisterung hält an
„Alle waren begeistert“, resümiert Carmen Mühlpforte zufrieden. Und diese Begeisterung halte an – virtuell tauschen sich die Lako-Teilnehmer noch immer aus, freuen sich über die Inhalte der Goodie-Bag, die jeder erhielt – darin lag beispielsweise auch ein Holzwürfel, gefüllt mit Erde und einer Pflanze, die jetzt hier und dort grünt.
Auch die neuen geschäftlichen Kontakte gedeihen: „Was wir geschafft haben, ist, dass die Leute noch vier Wochen danach miteinander in Kontakt sind“, meint Markus Paul.
Kurzum: Alles lief rund. „Schöner hätten wir es uns nicht vorstellen können“, bilanziert Carmen Mühlpforte. Begeisterung, die ansteckt.
Die Idee dahinter
Doch warum das ganze Netzwerk überhaupt? Sie müssen nicht lange überlegen. „Jede dieser Begegnungen bringt einen weiter als Unternehmer“, ist Mühlpforte zutiefst überzeugt. Markus Paul nickt: „Es gibt immer jemanden, der einen Schritt weiter ist – und es gibt immer jemanden, den man einen Schritt weiterbringen kann.“ Hier habe man die Möglichkeit, sich und sein Geschäftsmodell zu zeigen, dürfe man auch Fehler machen – und daraus lernen. „Das macht uns aus und wird besonders gelebt“, betont Markus Paul.
So wird man Wirtschaftsjunior
Mitmachen
Wie man eigentlich Wirtschaftsjunior wird? Unter www.wj-sbh.de ist der entscheidende Button zu finden. „Mitglied werden“, wer darauf klickt, ist aber noch kein echter Wirtschaftsjunior, sondern hat für etwa ein halbes Jahr den „Interessentenstatus“ inne, eine Art gegenseitige Kennenlernzeit und Probephase, ob „der Neue“ es auch ernst meint. „Wir sind nämlich nicht dafür da, Visitenkarten zu tauschen“, stellt Carmen Mühlpforte klar, sondern wolle ein aktiver Verein sein, in den sich seine Mitglieder auch entsprechend einbringen sollen. „Einfach nur zu konsumieren, das ist für uns ein bisschen wenig“, sagt Markus Paul.