Niko Skarlatoudis. Foto: Maier

Vor fast genau zehn Jahren wählte der Balinger Gemeinderat in einer nichtöffentlichen Sitzung Jürgen Martin zum Wirtschaftsförderer. Zum Oktober beendet er seine Tätigkeit in der Kreisstadt.

Balingen - Martin hatte die Nachfolge von Matthias Demmer angetreten und war zuvor bei der Stadt Gernsbach für die Bereiche Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Leitbildprojektmanagement zuständig. "Familiäre Gründe" seien es gewesen, die ihn zu der Entscheidung veranlassten, Balingen zu verlassen, erklärt Martin auf Anfrage unserer Zeitung. Er ziehe in den Landkreis Karlsruhe zu seiner Familie.

Der gebürtige Überlinger bedauert seinen Abschied: Er habe, sagt er, in Balingen sehr gerne gelebt und gearbeitet.

Gute Entwicklung als Wirtschaftsstandort

Bei der Bewertung des vergangenen Jahrzehnts hält der scheidende Wirtschaftsförderer fest, dass sich Balingen als Wirtschaftsstandort gut entwickelt habe. Viele neue Arbeitsplätze seien geschaffen worden, die Arbeitlosenquote sei niedrig. Und viele Fördermittel seien in den vergangenen Jahren für die Firmen und Unternehmen generiert worden. "Es war eine Superzeit. Ich würde es jederzeit wieder so machen", bilanziert er.

Das Ausscheiden von Jürgen Martin bringt derweil eine verwaltungsinterne Organisationsänderung mit sich. Die Wirtschaftsförderung bildet künftig ein Teilgebiet der neu gebildeten Großstabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung. Diese steht unter der Leitung von Niko Skarlatoudis, der im vergangenen Jahr ins Balinger Rathaus gekommen war, um das Marketing und den Veranstaltungsbereich der Gartenschau zu betreuen. "Insbesondere beim Stadtmarketing bestehen bekanntlich enge Zusammenhänge mit der Wirtschaftsförderung", so Bürgermeister Reinhold Schäfer auf Anfrage unserer Zeitung. Während Skarlatoudis die Gesamtverantwortung übernimmt, wird das operative Tagesgeschäft – – etwa die Bearbeitung von Fördermittelanträgen – von einem neuen Mitarbeiter übernommen; die Stelle ist entsprechend ausgeschrieben worden und soll baldmöglichst besetzt werden.