Steinmetz Christopher Roth blickt über das firmeneigene Abbaugebiet. Foto: Eric Zerm

Schon seit Jahrzehnten ist der Steinbruch auf Gemarkung Seedorf felsenfest in Familienhand. 1979 übernahm die Baufirma Schneider aus Haigerloch-Gruol den Steinbruch, 1997 übernahm Steinmetz- und Bildhauermeister  Michael Roth das Sulgener Tochterunternehmen samt Steinbruch von seinem Onkel. Seit vielen Jahren veredelt und verbaut Familie Roth nun den heimischen Sandstein in hochwertigen Bauprojekten und in der Denkmalpflege.

 

Schramberg-Sulgen. „Wir sind ein klassischer Steinmetzbetrieb. Unsere Hauptarbeit sind die Denkmalpflege und die Restauration“, erklärt Angelika Roth. Ihr Mann Michael – ein Steinmetz, Bildhauer und Restaurator, ausgebildet im Freiburger Münster –  ist Geschäftsführer von Roth Natursteine aus Sulgen, und ihre drei Söhne Matthias, Christopher und Lucas packen ebenfalls mit an. Alle drei haben auf ihre Weise die Liebe zum Stein entdeckt, womit die Zukunft des Betriebs bereits gesichert ist. Matthias Roth ist Baumaschinenmechanikermeister und kümmert sich um die riesigen Maschinen und Baumaschinen des Betriebs, die dem Felsen zu Leibe rücken. Christopher Roth ist gelernter Steinmetz und macht gerade seinen Meister. Wie sein Vater hat er sein Handwerk im Freiburger Münster gelernt. Lucas Roth hat vor zwei Jahren die Ausbildung zum Steinmetz als Innungssieger und zweiter Landessieger abgeschlossen.

Aus dem Berg heraus bis auf die Kirchturmspitze

„Aus dem Berg heraus bis auf die Kirchturmspitze machen wir alles“, beschreibt Angelika Roth das große Tätigkeitsfeld von Roth Natursteine. Besonders gern arbeitet man bei Roth Natursteine mit dem Schwarzwälder Sandstein direkt aus der hiesigen Region. Mit den eigenen Sägen kann das Familienunternehmen Felsenriesen bis zu 25 Tonnen zurechtschneiden. Zum beeindruckenden Maschinenpark gehört unter anderem eine Blockseilsäge, die senkrecht und waagerecht sägen kann, eine Konturenseilsäge oder ein Bearbeitungszentrum, das aus dem Stein auf Basis von 3D-Zeichnungen und Scans Profile aus dem Stein herausarbeiten kann. Des weiteren stehen in den Hallen eine mit Industriediamanten besetzte Gattersäge, die Rohplatten von Felsen herunterschneidet und auch eine Brückensäge. Die Schwertsäge wird wiederum eingesetzt, um große Felsstücke aus dem betriebseigenen Steinbruch zu sägen. Roth Natursteine hat einen der letzten Werkssteinbrüche im Schwarzwald.

Ein Brunnenbaugerät kann fräsen, polieren und schleifen. Dazu gesellen sich noch kleinere Geräte wie Spaltmaschinen für Trockenmauersteine.

Im kommenden Sommer ergänzt das Familienunternehmen seinen Maschinenpark noch um eine Wasserstrahlsäge. Diese Maschine kann Wasser auf eine Art einsetzen, die an einen Laserstrahl erinnert.

Nachhaltigkeit wichtig

Roth Natursteine arbeitet sehr nachhaltig. Betrieben werden die Maschinen mit Energie, die das Unternehmen selber erzeugt; mit Hilfe von Solarzellen auf den Dächern mehrerer Gebäude. Das beim Sägen eingesetzte Wasser ist Regenwasser aus einer Zisterne, das immer wieder recycelt wird.

Zum Fuhrpark von Roth Natursteine gehören u.a. ein Caterpillar-Radlader, dessen Ladeschaufel 24,5 Tonnen Gewicht heben kann, ein Dumper-Truck für eine Nutzlast von 50 Tonnen und ein sehr großer Bagger.

Eigener Steinbruch reicht für Generationen

Mit dem Material aus dem eigenen Steinbruch geht Familie Roth sparsam um. Christopher Roth ist sich sicher, dass er noch Material für mehrere Generationen bieten wird. „Unseren Stein gibt es von Heiligenbronn bis zur Stampfe in Dunningen.“

Viele verschiedene Steinarten

Je nach Auftrag setzt Roth Natursteine aber auch anderen Stein ein. Auf dem Gelände finden sich zum Beispiel Blöcke aus Kroatien (weiß), aus der Schweiz (grau), ein Granit-Findling aus dem Schwarzwald und auch Udelfanger Sandstein aus dem Raum Trier, der markante gelbe Warthauer Sandstein aus Polen und ein besonderer Sandstein mit Maserung aus der Eifel.

Steinerne Kunstfertigkeit

Die Arbeit der Familie Roth ist in einem Umkreis von rund 130 Kilometern zu bewundern. Zum Beispiel beim Kapellenturm in Rottweil, bei der Klosterkirche Heiligenbronn, bei der Stadtkirche Dornstetten oder beim Kriegerdenkmal auf dem Waldfriedhof Degerloch. Aktuell arbeitet das Roth-Team am Fruchtkasten in Rosenfeld.

Gut vernetzt

„Wir sind gut mit Architekten vernetzt“, erklärt Angelika Roth. Bei der Denkmalpflege kümmert sich das 13-köpfige Roth-Team unter anderem um Fassadenreinigung, Mauerwerksanierung, um Betonsanierung und auch um die statische Sicherung von Fassaden und Mauern. Auch um Grabsteine kümmert sich der Familienbetrieb. Jüngst restaurierte man den historischen Grabstein von Pfarrer Paul Welte für das Kloster Heiligenbronn. Zum Roth-Team gehört auch ein Bildhauer, der wahre Kunstwerke entstehen lässt.

Familie Roth steht für Heimatliebe, die viele Steine ins Rollen bringt.

________________________________________________________________________

Mehr Informationen unter:

Roth Natursteine

Vierhäuser 13 78713 Schramberg

Tel.: +49 160 97758845 | info@roth-sandsteine.de |

www.roth-sandsteine.de