Das rund 3,6 Hektar große Plangebiet liegt nördlich des Hohlebachs zwischen Ortsumfahrung und Bahngleisen.    Foto: Claudia Bötsch

Anfragen für das Areal „Neumattäcker“ gibt es aus dem Ort, aber auch von Betrieben aus der Umgebung.

Unter den örtlichen Betrieben ist unter anderem die Firma Mayka, die in unmittelbarer Nähe an der Ortsumfahrung gegenüber des geplantes Gewerbegebiets liegt. Die Brezelfabrik ist seit rund 30 Jahren in Schliengen ansässig und will erweitern.

 

Die Gemeinde führt eine Liste mit Interessenten – „danach sind wir schon jetzt überbucht“, meint Bürgermeister Christian Renkert auf Nachfrage unserer Zeitung. Das sei aber ganz normal. „Genau wie beim privaten Hausbau gibt es auch immer Betriebe, die im weiteren Verlauf wieder abspringen, zum Beispiel, weil sie zwischenzeitlich etwas anderes gefunden haben“, weiß der Schliengener Bürgermeister.

Aktuell läuft die erste Offenlage des Bebauungsplans mit der Anhörung der Fachbehörden. Vorgesehen ist, die Erschließungsarbeiten für Strom, Wasser und Abwasser auf Ende des Jahres auszuschreiben, „damit wir 2026 zügig starten können“. Die Ausschreibung im Winter wirke sich in der Regel positiv auf den Angebotspreis aus.

Wenn die Flüchtlingsunterkunft gebaut worden wäre, hätte man die Erschließung des dafür vorgesehenen Grundstücks vorgezogen, sagt Renkert. „Nach der Absage werden wir nun alles in einem Bauabschnitt erschließen“, erläutert der Bürgermeister.

Das rund 3,6 Hektar große Plangebiet liegt nördlich des Hohlebachs zwischen Ortsumfahrung und Bahngleisen. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen sind im Flächennutzungsplan der Verwaltungsgemeinschaft Schliengen-Bad Bellingen bereits für eine gewerbliche Nutzung vorgesehen. Nicht zugelassen werden sollen Einzelhandel, Tankstellen, Sportstätten und Vergnügungsstätten.