Mit der Übernahme der Firma AMK haben die Arburg-Gesellschafter Juliane Hehl, Michael Hehl und Renate Keinath (von links) langfristig in die Zukunft der elektrischen Spritzgießmaschinen investiert. Foto: Arburg

Unternehmerfamilien Hehl und Keinath übernehmen AMK-Sparte "Drives & Automation".

Strategische Investition in die Zukunft: Die Arburg-Unternehmerfamilien Hehl und Keinath haben zum 1. Januar die Firma "AMK Arnold Müller" und damit die Sparte "Drives & Automation" übernommen.

Loßburg - Die AMK-Unternehmensgruppe mit Sitz in Kirchheim/Teck zählt international zu den Technologieführern in den Bereichen elektrische Antriebstechnik, Steuerungstechnik, industrielle Automatisierungstechnik und Automotive. Bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten ist AMK ein enger Entwicklungspartner von Arburg für die elektrische Antriebstechnik.

AMK hatte laut Arburg-Pressesprecherin Susanne Palm in Nicht-Corona-Jahren einen durchschnittlichen Jahresumsatz von rund 60 Millionen Euro. Mitarbeiter habe das Unternehmen rund 400.

2016 an chinesischen Investor abgegeben

AMK hat sich im Laufe der vergangenen fünf Jahrzehnte vom Motorenhersteller zum Systemlieferanten entwickelt, heißt es in einer Pressemitteilung. Gegliedert sei die AMK-Gruppe in zwei Sparten. Das Produktportfolio des Bereichs "Drives & Automation", der bislang zu AMK Arnold Müller gehörte habe, umfasse Motoren, Antriebslösungen sowie Steuerungen. Die Automotive-Sparte der AMK Automotive fertige zum Beispiel Luftfederkompressoren, Luftfedersysteme und Lenkhilfeantriebe. Im Jahr 2016 wurde das schwäbische Familienunternehmen mit seinen beiden Bereichen an den chinesischen Investor "Zhongding Holding Europe" verkauft.

Mitarbeiter werden übernommen

Aufgrund strategischer Veränderungswünsche des chinesischen Eigentümers bot sich den Unternehmerfamilien Hehl und Keinath nun die Chance, mit AMK Arnold Müller die Sparte "Drives & Automation" zu übernehmen.

"Wir sind sehr überzeugt von dieser wichtigen Akquisition", freut sich Michael Hehl, geschäftsführender Gesellschafter und Sprecher der Arburg-Geschäftsführung. "Damit unterstreichen wir die Bedeutung der elektrischen Spritzgießmaschinen, deren Anteil in unserem Portfolio seit Jahren wächst und für die Zukunft noch sehr viel mehr Potenzial hat."

Die bisherige "AMK Arnold Müller GmbH & Co. KG" wird zukünftig unter dem Namen "AMKmotion GmbH + Co KG" firmieren. Die Mitarbeiter der ehemaligen AMK-Sparte "Drives & Automation" werden übernommen, und auch die Standorte Kirchheim/Teck und Weida in Deutschland sowie Gabrovo in Bulgarien werden weitergeführt.

Eine Intention für die Übernahme der AMK-Sparte sei, dass Arburg Zugriff auf das Know-how und Einfluss auf die zukünftige Entwicklungsarbeit habe, so heißt es weiter in der Mitteilung. So könne die Antriebstechnik der elektrischen Allrounder zukunftsweisend weiterentwickelt werden.

Gewinner des Energieeffizienz-Awards

Neben der Technologie und der langjährigen Partnerschaft habe für die Arburg-Gesellschafter bei dem Kauf auch die solide Grund-Philosophie des Partner-Unternehmens eine Rolle gespielt. AMK und Arburg verfügen traditionell über ähnliche Werte.

Die Arburg-Gesellschafter kaufen also keinen Unbekannten: Die Entwicklungspartnerschaft mit Arburg im Motorenbereich besteht bereits seit 1994. Ein wichtiger Meilenstein der erfolgreichen Zusammenarbeit war die Markteinführung der ersten elektrischen Serienmaschinen, der Baureihe Alldrive, im Jahr 2001. Die Allrounder A sind seit dieser Zeit wesentlich mit AMK-Antriebskomponenten ausgestattet.

Die Anforderungen von Arburg an Energieoptimierung, Umweltschutz und Ressourcenschonung seien von AMK stark unterstützt, so die Gesellschafter, und mit ihren Antrieben realisiert. Für die erfolgreichen Entwicklungen wurde die Firma AMK im Jahr 2013 mit dem Arburg-Energieeffizienz-Award ausgezeichnet.

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