2022 wurde die Albert-Schweitzer-Straße entlang der Landstraße zwischen Villingen und Schwenningen (links) erweitert, um das Gebiet Spitals Dreißig Jauchert zu erschließen. Doch wie viel Potenzial für künftige Vorhaben gibt es überhaupt noch? Foto: Marc Eich

Der Regionalverband und die IHK starten eine Abfrage bei Kommunen und Unternehmen, denn Eines ist für sie klar: Entwicklung braucht Fläche.

Der Bedarf besteht gleichermaßen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien als auch für Investitionsvorhaben von Unternehmen. Wie hoch der Bedarf konkret an einzelnen Gewerbestandorten tatsächlich ist, ist Gegenstand einer Kooperation von Politik und Wirtschaft gleichermaßen.

Ein Schulterschluss zwischen dem Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg macht dies möglich. Sie starten jetzt in einem ersten Schritt eine gemeinsame Flächenerhebung bei Gemeinden und Unternehmen.

Hakenjos und Michel sind sich einig

„Ohne Flächen geht es nicht”, bekräftigt Birgit Hakenjos, Präsidentin der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg stellvertretend für die regionale Unternehmerschaft. Betriebe hätten an vielen Stellen das Gefühl, dass Entwicklung weder möglich noch gewünscht sei. „Wenn sich dann noch die Genehmigungsverfahren verzögern, verlieren die Unternehmen das Vertrauen in Investitionen am heimischen Standort. Dem wollen wir entgegenwirken.“

Wolf-Rüdiger Michel, Landrat des Landkreises Rottweil und Vorsitzender des Regionalverbandes, bekräftigt diese Stoßrichtung: „Je konkreter wir die Entwicklungsabsichten der Gemeinden und Unternehmen kennen, desto konkreter lässt sich der Bedarf ermitteln und desto schneller lässt sich Entwicklungsfläche mobilisieren.”

Das ist der Plan

Um der Regionalplanung zur Stärkung der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg nachkommen zu können, sei es wichtig, den regionalen Bedarf zu kennen, so dass die Kommunen an den richtigen Standorten planen und Bauland bereitstellen können. Die Abfrage schaffe deshalb Transparenz und gebe Rüstzeug für eine seriöse Bedarfsermittlung an die Hand.

Jetzt sind die Unternehmen gefragt

Erhebung
Den Ausbildungsunternehmen der IHK geht in den kommenden Tagen ein Anschreiben mit der Umfrage zu. Betriebe, die keine Mitarbeitenden beschäftigten, können proaktiv über die Homepage der IHK ihre Flächenabsichten eintragen. Auf kommunaler Seite gingen den Städten und Gemeinden bereits die Projektunterlagen zu.