Die hGears AG im Brambach beliefert KTM nicht. Foto: Fritsche

Der österreichische Motorradhersteller KTM AG wird einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung stellen. Wir haben bei der hGears AG im Brambach angefragt, ob sie KTM beliefert.

Der österreichische Motorradhersteller KTM AG, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Pierer Mobility AG, wird am Freitag, 29. November 2024, die Einleitung eines gerichtlichen Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung beantragen. Das teilte die Muttergesellschaft Pierer Mobility am Dienstag mit. Der Finanzierungsbedarf der KTM AG belaufe sich nach derzeitigem Stand auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag. Das Management gehe nicht mehr davon aus, dass es gelingen werde, die notwendige Zwischenfinanzierung zeitgerecht sicherzustellen.

 

Keine Lieferbeziehungen

Die hGears AG im Brambach war vor der Änderung ihrer Geschäftsstrategie ein Produzent von Komponenten für Motorradgetriebe (Getriebebausätze) gewesen. Das Unternehmen teilte am Donnerstagnachmittag auf Anfrage unserer Redaktion mit, dass die hGears AG von einer Insolvenz von KTM nicht betroffen wäre, weil es keine Lieferbeziehungen mit KTM gebe.

Im Januar 2017 hatte die Geschäftsführung der hGears Gruppe eine strategische Neuausrichtung eingeschlagen, bei der Produkte für den Markt der Elektromobilität einen Schwerpunkt bildeten.