Die Firma Sikla liegt direkt an der Bundesstraße. Foto: Schölzel

In Hausen ob Verena gegründet agiert das Schwenninger Unternehmen Sikla mittlerweile erfolgreich am internationalen Markt. Direkt an der Bundesstraße gelegen, fahren wohl viele an dem Schwenninger Unternehmen vorbei. Doch was steckt eigentlich dahinter?

Direkt gelegen an der B27 auf dem Weg von Bad Dürrheim über Deißlingen nach Rottweil, vorbei an Schwenningen, ist sicher jeder schon an dem Unternehmen vorbeigefahren, doch wohl die wenigsten wissen was dahintersteckt. Jetzt hat die Firma Sikla einen Blick hinter die Kulissen gewährt.

 

„Spezielle Unternehmen wissen, was wir so treiben“, eröffnet Geschäftsführer Dieter Klauß das Gespräch. „Doch die Leute auf der Straße, in der normalen Wahrnehmung, haben noch nie etwas von uns gehört.“

1967 in Hausen ob Verena gegründet, verschlug es das Familienunternehmen in den 80er Jahren nach Schwenningen, wobei die günstigen Standortfaktoren mit der direkten Anbindung an die Autobahn für die Entscheidung ausschlaggebend war. Seitdem befindet sich der Sitz des Unternehmens in Schwenningen, wobei die Firma längst auf dem internationalen Markt agiert.

Brandschutz beschäftigt die Firma sehr

Angefangen habe jedoch alles ganz klassisch in einer Garage, wie Dieter Klauß erzählt. Damals gab es auch die Branche nicht – doch die Situation entwickelte sich und heute sieht sich die Firma Sikla als ein Pionier der Befestigungslösungen.

Jetzt planen sie alle Arten von Halterungsprodukten, um etwa Rohre zu befestigen und entwickeln die nötigen Tragelemente, die in Decken verbaut sind. „Darum geht es im Kleinen“, schmunzelt Klauß. Was Sikla besonders beschäftigt: Der Brandschutz. „Wie schafft man einen Fluchtweg, der für 90 Minuten bis zu zwei Stunden gesichert und stabil bleibt, ohne dass Teile schmelzen und die Decke einbricht?“, erklärt Klauß. Auch die Sicherung der Gebäude im Erdbebenfall treibt das Unternehmen derzeit um – Portugal sei hierfür ein großer Markt. Unterstützung bezieht das Unternehmen aus der Künstlichen Intelligenz. „Die KI hilft mit“, so Klauß und verdeutlicht es an einem Beispiel: Wo bei der Planung für ein sechsstöckiges Bürogebäude 26 000 Arbeitsstunden nötig werden, grätscht hier die KI ein. In dieser sieht Klauß große Chancen: „Je besser die KIs werden, desto mehr sage ich: ’her damit!’ Die KIs sparen viel Arbeitszeit, die anderweitig besser aufgehoben ist. Dadurch verringern sich auch die Kosten.“

Große Chancen in der KI

Engagiert bei der Jugend der Nullachter

Selbst etwas produzieren, tut Sikla nicht. „Wir bauen nichts, wir helfen beim Bauen. Hier werden keine Bauteile hergestellt, nur entwickelt. Externe Hersteller übernehmen die Produktion“, stellt der Geschäftsführer klar, der zusammen mit seinem Bruder Reiner Klauß das Unternehmen führt.

Unternehmenssprecherin Manuela Maurer und Geschäftsführer Dieter Klauß geben Einblicke in das Unternehmen. Foto: Schölzel

Nachwuchs ist gesucht

Seit kurzem gehört das Unternehmen auch zu den Jugendsponsoren der Nullachter. „Wir betrachten das als unsere ’corporate responsibility’, also unserer Unternehmensverantwortung direkt hier vor Ort etwas zu bewirken“, drückt es Klauß aus. Nachwuchs spielt nämlich auch bei der Firma Sikla eine Rolle. Dieser werde bei Sikla selbst ausgebildet. Jährlich landen etwa 4000 bis 5000 Bewerbungen auf dem Tisch. „Wir brauchen Leute, die bereit sind und Spaß daran haben, wenn sich ein Unternehmen verändert“, so Klauß.