Björn Dymke, geschäftsführender Direktor der Trumpf Laser SE Foto: TRUMPF GmbH + Co. KG/Oliver Graf Fotostudio

Die Trumpf-Gruppe, zu der auch die Trumpf Laser SE in Sulgen gehört, hat vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2024/25 veröffentlicht.

Trumpf beendet das Geschäftsjahr wie erwartet mit rückläufigem Umsatz und Auftragseingang. Nach vorläufigen Berechnungen erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2024/25 (Stichtag 30. Juni 2025) einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2023/24: 5,2 Milliarden Euro) und einen Auftragseingang von 4,2 Milliarden Euro (Vorjahr 4,6 Milliarden Euro). Darüber berichtet Trumpf in einer Pressemitteilung.

 

Im Heimatmarkt Deutschland sank der Umsatz um 15 Prozent auf rund 700 Millionen Euro (Vorjahr: 824 Millionen Euro). Deutschland blieb damit umsatzstärkster Einzelmarkt. In den USA musste Trumpf ebenfalls einen Umsatzrückgang verzeichnen – um 17 Prozent auf etwa 660 Millionen Euro (Vorjahr: 796 Millionen Euro). Trotz eines Umsatzrückgangs um 22 Prozent war China mit rund 480 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr: 615 Millionen Euro) erneut stärkster asiatischer Einzelmarkt.

Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller sagte: „Weder konjunkturell noch geopolitisch gab es im dritten Krisenjahr in Folge Anzeichen für eine echte Trendwende. Wir gehen dennoch davon aus, nun die Talsohle erreicht zu haben. Auftragseingang und Umsatz haben sich auf einem aus unserer Sicht fraglos deutlich zu niedrigem Niveau stabilisiert.“

Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller Foto: TRUMPF

Trumpf habe auf die anhaltend schwache Nachfrage mit klaren Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung reagiert. Dazu gehörte auch ein Stellenabbau sowie Einschnitte bei externen Dienstleistungen oder Neuinvestitionen in Gebäude. „Diese Maßnahmen wirken“, so Leibinger-Kammüller. „Wir haben fast Unglaubliches vollbracht und rund 350 Millionen Euro eingespart. Das war eine Leistung des Unternehmens, die bisweilen an eine Rosskur erinnerte.“

Die Zahl der Mitarbeiter betrug zum Stichtag 30. Juni gruppenweit 17 750. In Deutschland waren rund 8900 Mitarbeiter tätig, davon etwa 5900 am Stammsitz in Ditzingen.

Die endgültigen Zahlen inklusive des Ergebnisses veröffentlicht TRUMPF im Rahmen seiner Bilanzpressekonferenz am 22. Oktober.

Stabilisierung auf niedrigem Niveau

Für den Standort Schramberg ergänzt Björn Dymke, geschäftsführender Direktor der Trumpf Laser SE: „Was für die gesamte Trumpf Gruppe gilt, können wir auch für Schramberg bestätigen: Wir sehen derzeit keine Anzeichen für eine Trendwende, sondern allenfalls eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau.“

„Gute Resonanz auf Innovationen“

Dymke ergänzt: „Ein Lichtblick ist die gute Resonanz auf unsere Innovationen, die wir im Juni auf der internationalen Leitmesse ‚LASER – World of Photonics‘ präsentiert haben.“ Dort waren die Faserlaser, Ultrakurzpulslaser, Optiken und Sensoriken aus Schramberg laut Mitteilung auf großes Interesse der Fachbesucher gestoßen. Die Trumpf Laser SE in Schramberg beschäftigt zum Stichtag 30. Juni 1540 Mitarbeiter.