Die E-Bike-Umsätze sind rückläufig. Foto: Unternehmen

Die Gruppe startet bei herausforderndem Umfeld im Rahmen der Erwartungen ins Jahr 2026.

Wie die hGears Gruppe am Dienstag mitteilte, erzielte sie im ersten Quartal 2026 einen Konzernumsatz von 23,4 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBITDA von −0,2 Millionen Euro. „Im Berichtszeitraum blieb das Marktumfeld weiterhin durch geopolitische Unsicherheiten und eine dadurch belastete Konjunkturdynamik geprägt“, erläuterte das Unternehmen. Während E-Mobility im ersten Quartal 2026 im Jahresvergleich zulegen konnte, blieb der Geschäftsbereich E-Tools unter Vorjahr. Unsere Nachfrage dazu ergab, dass die schwächelnden Baukonjunktur – die Handwerker investieren weniger – und die Zölle der Trump Administration eine Rolle dafür spielten.

 

Fokus auf Liquidität

Der Umsatz des Geschäftsbereichs E-Bike, so die Mitteilung von hGears weiter, habe aufgrund der anhaltend schwachen Fahrradproduktion auf niedrigem Niveau verharrt und sei aufgrund von Vorholeffekten im Vorjahreszeitraum stark rückläufig im Jahresvergleich gewesen.

Im ersten Quartal 2026 habe hGears einen bereinigten Bruttogewinn von 10,5 Millionen Euro und eine bereinigte Bruttogewinnmarge von 44,8 Prozent erzielt, die vor allem den verschlechterten Produktmix aufgrund der stark rückläufigen E-Bike-Umsätze widerspiegele. Die umgesetzten Struktur- und Effizienzmaßnahmen (hGears nennt auf Anfrage Sparmaßnahmen, weniger Personal im Jahresvergleich, Effizienzsteigerungen in der Produktion) hätten weiterhin Wirkung gezeigt, aber weiter rückläufige Volumen sowie negative Mix- und Währungseffekte (vor allem US-Dollar und chinesische Yuan (RMB) )  nicht vollständig ausgleichen können, so dass das bereinigte EBITDA mit −0,2 Millionen Euro im Rahmen der Erwartungen leicht negativ ausgefallen sie. Der Free Cashflow habe in ersten Quartel 2026 bei −1,2 Millionen Euro nach −2,2 Millionen Euro im Vorjahr gelegen.

Das Nettoumlaufvermögen habe bei neun Prozent (was als guter guter Wert betrachtet werden kann) des Umsatzes innerhalb der angestrebten Bandbreite von acht bis zehn Prozent gelegen. Die Eigenkapitalquote habe 28,5 Prozent und die liquiden Mittel 7,6 Millionen Euro (Dezember 2025 8,7 Millionen Euro) betragen.

„Das Ergebnis im ersten Quartal 2026 fiel wie erwartet und damit im Rahmen der Guidance aus. Unsere konsequent umgesetzten Struktur- und Effizienzmaßnahmen greifen und stabilisieren unser Geschäft, weil sie die Auswirkungen schwächerer Volumina sowie negativer Mix- und Währungseffekte spürbar abfedern. Gleichzeitig bleibt unser Fokus auf der Sicherung der Liquidität”, erklärte zu den Zahlen Sven Arend, Chief Executive Officer von hGears. Für 2026 erwarte der Vorstand eine Konzernumsatz von 80 bis 90 Millionen Euro und ein bereinigtes EBITDA von minus drei bis null Millionen Euro.

Trotz des widrigen Umfelds der aktuellen schwierigen wirtschaftlichen und politischen Situation und anhaltenden weltweiten Konflikten hat die hGears AG ihren Ausblick für das Jahr 2026 bestätigt.