Geschäftsführer Klaus Wohlfahrt von der KW automotive GmbH will am Standort Optionen für die Zukunft offen halten.
Fährt man auf der Bundesstraße durch Hinterlehengericht an BBS vorbei, dann sieht der Fabrikbau immer noch so aus, als könne er jederzeit wieder in Betrieb gehen. Und regelmäßig parken Autos auf den für das Management und die Besucher reservierten Plätzen.
Wir haben deshalb wieder bei Klaus Wohlfahrt, Geschäftsführer der KW automotive GmbH, angefragt, ob es neue Aktivitäten bei BBS gebe. „Keine Änderung des Sachstandes. Wir sind dabei Anlagenteile, die nicht mehr benötigt werden auszusortieren und zu verkaufen“, berichtete Wohlfahrt. Das werde man vielleicht aktuell wahrnehmen.
Interessante Option
Allerdings fügte er auch hinzu: „Für die Zukunft wollen wir alle Optionen offen halten und werden genügend Maschinen beziehungsweise Anlagen behalten, um Räder produzieren zu können. In welchem Umfang, lässt sich nicht sagen.“ Gießen und andere energieintensive Prozesse würden es aber ziemlich sicher nicht sein. Keine Überraschung bei den schon seit längerem so hohen Energiekosten: Strom spielt beim Aluminiumguss eine zentrale Rolle als primäre Energiequelle beim Schmelzen.
Im November 2021 war bekannt geworden, dass Aichhalden und Schiltach ein interkommunales Gewerbegebiet planen, in das BBS umziehen wollte, um Maschinen und Prozesse zu modernisieren. Geeignete Entwicklungsflächen auf Schiltacher Gemarkung gab es keine. „Im Fokus steht die Fläche Barthleshof im Anschluss an das neue Gebiet Koppengässle“, erklärte Aichhaldens Bürgermeister Michael Lehrer damals. Das Gebiet liegt hinter dem Firmengelände der Simon Group.
Pläne ruhen
Wir haben bei den beiden Gemeinden angefragt, was aus diesen Plänen geworden ist. Schiltachs Bürgermeister Thomas Haas teilte dazu mit, dass es zum interkommunalen Gewerbegebiet zur Zeit nichts Neues gebe. Aber wenn eine geeignete Nachfrage komme, sei man gerne bereit, das Thema weiterzuentwickeln. Und Bürgermeister Lehrer erklärte: „Wenn ein Unternehmen an uns herantritt, sind wir dafür offen, gemeinsam etwas zu machen.“