Am Mahle-Standort in Rottweil sind rund 800 Mitarbeiter beschäftigt. Foto: Otto

Gute Nachrichten auch für den Standort Rottweil: Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter haben sich bei MAHLE auf einen Tarifvertrag geeinigt, um die Zukunftsfähigkeit der deutschen Standorte des Konzerns zu stärken.

Kern der Vereinbarung ist laut Mitteilung des Konzerns ein Prozess zur Entwicklung von Zukunftskonzepten für die einzelnen Standorte unter Mitwirkung der Tarif- und Betriebsparteien. Darüber hinaus sehe die Einigung eine Beschäftigungssicherung und Qualifizierung für die rund 10 500 Mitarbeitenden vor. Im Werk in Rottweil, das seit mittlerweile 80 Jahren besteht und zu den größten Arbeitgebern der Region zählt, sind rund 800 Mitarbeiter beschäftigt. Rottweil ist damit einer der größten Standorte des Technologiekonzerns in Europa.

 

Deutsche Standorte vor Herausforderungen

Der Zukunftstarifvertrag gilt seit dem 1. August 2023 und läuft bis zum 31. Dezember 2025. Er regle die Entwicklung von Zukunftskonzepten für die deutschen Mahle- Standorte. „MAHLE ist voll auf Transformationskurs. Dabei stehen unsere deutschen Standorte vor besonders großen Herausforderungen. Mit dieser wegweisenden Einigung können wir jetzt aktiv an die Gestaltung individueller und dringend notwendiger Zukunftskonzepte für unsere hiesigen Werke gehen“, sagte Arnd Franz, Vorsitzender der Konzern-Geschäftsführung und CEO von Mahle.

Gesamtbetriebsratsvorsitzender zufrieden

Boris Schwürz, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats von Mahle, zeigte sich laut Mitteilung zufrieden über das Verhandlungsergebnis: „Mit dem Zukunftstarifvertag gehen wir einen neuen Weg, damit Mahle auch in Zukunft wettbewerbsfähig ist und an den deutschen Standorten Beschäftigung gesichert wird. Diese Einigung ist aber auch ein klares Signal an alle Standorte, sich nun intensiv mit den Zielbildprozessen zu befassen und Zukunftskonzepte zu gestalten. Betriebliche Zukunftsvereinbarungen unterstützen und umrahmen diesen Prozess. Dazu gehören beispielsweise beschäftigungssichernde Maßnahmen wie Kündigungsschutz und Altersteilzeit sowie die Förderung von Qualifizierung und Ausbildung.“

Matthias Fuchs, Verhandlungsführer der IG Metall Baden-Württemberg, sieht in der Vereinbarung eine große Chance: „Der Tarifvertrag bietet Sicherheit für die Beschäftigten und gibt ihnen viele Möglichkeiten, die Transformation von Mahle maßgeblich und in ihrem Sinne mitzugestalten. Diese Chance gilt es nun zu nutzen.“