Alex Österle bereitet eines der neuen E-Bikes für Jugendliche vor. Foto: Nädele

Zwei Jahre Entwicklungsarbeit und Tüftelei steckt in dem neuen E-Bike für Jugendliche, mit dem die Wellendinger Firma ben-e-bike ab heute auf den Markt geht. Gesellschafter Alex Österle berichtet von den ersten Praxiserfahrungen mit dem auf Leichtigkeit getrimmten Bike.

Die Firma ben-e-bike mit Sitz in Wellendingen macht seit Jahren mit ihren E-Bikes speziell für Kinder von sich reden. Nun steht die nächste Innovation in den Startlöchern: das Twentyseven5 FS, ein besonders leichtes Fully für Jugendliche oder kleinere Erwachsene, das gerade einmal 18 Kilo auf die Waage bringt – inklusive Akku.

 

Heute erwartet Alex Österle, bei ben-e-bike Gesellschafter für den operativen Bereich, die Lieferung des letzten fehlenden Bauteils. Dann kann er die Montage der ersten Twentyseven5 E-Power Pro Fully abschließen und für den Versand fertig machen. Gerade erst war das Unternehmen mit der Neuentwicklung aus dem eigenen Haus in München bei den E-Bike-Days, wo das Publikum schonmal erste Proberunden drehen konnte.

Erste Probefahrten

Zur Messe Eurobike in Frankfurt im vergangenen Jahr war das jüngste Kind von ben-e-bike vornehmlich dem Fachpublikum vorgestellt worden. „Jetzt in München konnte es erstmals Probe gefahren werden“, erzählt Österle. Und die Resonanz sei überragend gewesen. Das Handling, das geringe Gewicht, das angenehme Verhalten des leisen und sanften Motors sei sehr gut angekommen und gelobt worden. Und auch, dass es „problemlos ohne Akku gefahren werden kann“, berichtet der Gesellschafter, habe das Publikum überzeugt.

Die Arbeit, die in die Entwicklung des 27,5-Zoll-Rads gesteckt wurde, scheint sich für ben-e-bike also zu lohnen. Zwei Jahre Entwicklung stecken in dem vollgefederten E-Bike. Das Unternehmen schlägt damit ein neues Kapitel auf: der Schritt vom Naben- zum Mittelmotor. „Das war eine der größten Herausforderungen“, blickt Österle zurück, „einen leichten, guten Motor zu finden“. Der Motorhersteller sei ziemlich ins Schitzen gekommen, schmunzelt er, bis Software und Display an die Anforderungen angepasst waren.

Geringes Gewicht

Wie schon bei den bisherigen ben-e-bikes für Kinder, die mit 20-Zoll-Varianten für Sechsjährige beginnen, sieht sich die Wellendinger Firma auch mit der Neuentwicklung für Jugendliche auf dem Markt fast schon ohne Konkurrenz.

Die Grundgedanken dabei sind gleich geblieben: geringes Gewicht, passende Rahmengeometrie bei optimalem Fahrverhalten. „Sonst sieht man Jugendliche hauptsächlich mit Erwachsenen-Rädern mit S- oder XS-Rahmen“, kennt Österle aber auch die Probleme, die es dann beim Kurvenfahren gibt, weil die Lenkerspanne eigentlich für Jugendliche zu weit ist. Auch für kleinere Erwachsene oder für Frauen empfiehlt Österle einen Blick auf das Twentyseven5 E-Power Pro Fully. Geeignet sei es für Körpergrößen von 150 bis 178 Zentimeter, bei einem Fahrergewicht von bis zu 90 Kilo.

Testen beim Testival

Hier setzt seit jeher das Konzept von ben-e-bike an. Und das setzt sich mit dem neuen Rad fort. „Bei den E-Bike-Days in München waren viele Familien unterwegs, die dann echt froh waren, endlich auch mal was für den Nachwuchs zu finden“, schildert Österle.

Wer sich selbst – auch in der Praxis – ein Bild von der Neuentwicklung machen will, muss nicht bis zur nächsten Messe warten. Am Wochenende, 11. und 12. Mai, steht in Neufra bei der BikeBox das Testival an. Dort kann am Samstag von 10 bis 17 Uhr und am Sonntag von 12 bis 17 Uhr ausgiebig Probe gefahren werden.