Steffen Faulhaber, Geschäftsführer der BikeBox GmbH Foto: Nädele/Patrick Nädele

Mit der BikeBox in Neufra ist einer der führenden Fahrradhändler Deutschlands in Schieflage geraten. Nach Umsatzrückgängen im Online-Handel 2022 stellt die GmbH Insolvenzantrag.

Die Geschäftsleitung der BikeBox GmbH hat beim Insolvenzgericht Rottweil Eigenantrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Bei der BikeBox handelt es sich um einen der führenden Fahrradhändler Deutschlands. Im Geschäftsjahr 2021 wurden 34 Millionen Euro Umsatz erzielt.

 

34 Millionen Euro Umsatz

Ursache für die wirtschaftliche Schieflage waren laut eigener Mitteilung erhebliche branchentypische Umsatzrückgänge im zurückliegenden Geschäftsjahr 2022 im Bereich Online-Handel, die auf eine Konsumzurückhaltung zurückzuführen seien.

Online-Handel

Angestrebt werde eine Sanierung oder Konsolidierung des Unternehmens. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Alexander Kästle bestellt. Kästle werde gemeinsam mit der Geschäftsleitung und einem vorläufigen Gläubigerausschuss den Sanierungsprozess koordinieren.

Der operative Geschäftsbetrieb, also das Ladengeschäft in Neufra und der Online-Handel, werde unverändert in vollem Umfang fortgeführt. Die Löhne und Gehälter aller Mitarbeiter seien bereits jetzt bis Ende August über das Insolvenzgeld gesichert.