SPD-Landtagskandidatin Daniela Steinrode hat das Unternehmen Faboro im Technologiezentrum TEC 21 in Nagold besucht.
Mit dabei waren Bernd Gorenflo und Markus Strinz vom SPD-Ortsverein Nagold. Empfangen wurde die Gruppe von Geschäftsführer Egon Faiss und dessen Sohn Benjamin Faiss, die seit 1997 die Entwicklung spezieller Photovoltaiklösungen vorantreiben, heißt es in der Pressemitteilung. „Wir wollen zeigen, dass dezentrale Energieproduktion überall möglich ist – kreativ, effizient und ästhetisch“, erklärte Egon Faiss beim Rundgang.
Maximale Energie auf minimaler Fläche
Seit rund zehn Jahren setzt Faboro laut Pressemitteilung verstärkt auf außergewöhnliche Solarprojekte jenseits klassischer Dachanlagen: Sonderdächer, Solarfassaden, Solarzäune bis hin zu Spezialprojekten, die teils per Hubschrauber installiert werden. Weltweit habe Faboro inzwischen mehr als 250 Smartflower-Anlagen errichtet, eine bewegliche Photovoltaik-Skulptur mit automatischer Sonnenstandnachführung. „Unser Ziel war: maximale Energie auf minimaler Fläche – und ein Produkt, das sofort sichtbar macht, wie Photovoltaik funktioniert“, so Faiss.
Auch die befahrbaren Solarpflastersteine aus recyceltem Kunststoff direkt vor dem Eingang fanden große Aufmerksamkeit: hochbelastbar, langlebig und vielseitig einsetzbar – von Gehwegen über Terrassen bis hin zu Unternehmensflächen. „Wir verbinden nachhaltige Kreislaufwirtschaft mit echter Flächeneffizienz“, betonte Faiss.
Potenzial moderner PV-Systeme
Daniela Steinrode richtete den Blick auf das Potenzial moderner PV-Systeme und betonte die Bedeutung solcher Lösungen für Kommunen. Sie wollte wissen, welche Voraussetzungen Kommunen benötigen, um solche Technologien schneller zu nutzen. Faiss betonte: „Viele Städte wollen – aber verzetteln sich in langen Abstimmungen. Klarere Zuständigkeiten und kurze Wege würden die Energiewende enorm beschleunigen.“
Egon und Benjamin Faiss berichteten, dass Faboro der Stadt Nagold angeboten habe, eine Smartflower ein Jahr lang kostenlos bereitzustellen – inklusive Installation und kostenfreiem Solarstrom, aber bisher keine Rückmeldung erhalten habe. „Wir wollten zeigen, was hier in Nagold entsteht – ohne Kosten, ohne Risiko. Dass wir nicht einmal eine Rückmeldung erhalten haben, hat uns doch sehr befremdet“, sagte Egon Faiss. Steinrode betonte: „Das ist eine Chance, die man nicht ungenutzt lässt – gerade, wenn man Innovationsfreundlichkeit betonen möchte.“ Sie kündigte an, den Vorgang im Gemeinderat aufzuklären.
Zum Abschluss zeigte sich die Delegation beeindruckt und betonte den Mut, Neues zu denken. „Genau diesen Geist brauchen wir für eine erfolgreiche Energiewende“, fasste Steinrode zusammen.