In gemütlicher Runde ehrte die Furtwanger Firma Koepfer ihre Betriebsjubilare, die seit 25 oder gar 40 Jahren dem Betrieb treu geblieben sind. Dabei gab es auch einen Blick auf die positive Geschäftsentwicklung des Unternehmens.
Bürgermeister Josef Herdner und IHK Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez würdigten bei der Ehrung der Jubilare auch die Arbeit der mittelständischen Industrie.
Die Feier auf dem Kolmenhof wurde dabei von einer Krankheitswelle geprägt. Denn sowohl Geschäftsführer Thomas Koepfer wie die Hälfte der Jubilare konnten nicht an der Feier teilnehmen. Im Namen des Betriebs übernahm daher Geschäftsführer Thomas Kampmann die Ehrungen.
Dabei warf er auch einen kurzen Blick auf die Geschäftsentwicklung, die nach schwierigen Jahren in diesem Jahr wieder sehr positiv war. Er machte deutlich, dass für einen solchen Erfolg auch entsprechende Investitionen nötig sind. In den vergangenen 19 Jahren waren dies 210 Millionen Euro und auch für das kommende Jahr sind wieder 20 Millionen Euro Investitionen geplant.
Herausforderung E-Auto
Die aktuelle Entwicklung sowohl mit Verbrenner-Fahrzeugen wie E-Autos seien dabei eine Herausforderung. Er sei aber optimistisch, dass Koepfer dies meistert. Viele gemeinsam hätten offensichtlich das richtige gemacht, wodurch das Unternehmen überlebte. Die Jubilare hätten dabei einen „maßgeblichen Anteil an dem Erfolg“.
Thomas Albiez ging massiv mit der Politik ins Gericht. Funktionierende Technologien werden abgeschafft, ohne etwas Neues zu bieten. Das sei, als ob man ein Haus abreißt, obwohl man für den Neubau weder Geld noch einen Architekten hat. Andere Länder weisen dagegen ein ansehnliches Wachstum auf.
Albiez betont Bedeutung des Mittelstandes
In Deutschland sei das Know-how vorhanden, komme aber nicht zum Zuge. Dabei betonte Thomas Albiez die Bedeutung des Mittelstandes gerade in Baden-Württemberg und Bayern und besonders in der hiesigen Region. Dies sei weltweit einmalig.
Bei Koepfer hätten gute Entscheidungen dazu geführt, dass man wieder ein gutes Geschäftsjahr hatte, „eine Mega-Leistung“. Die Ehrung der Jubilare sei auch ein Zeichen der Wertschätzung für alle Mitarbeiter.
Bürgermeister freut sich
Bürgermeister Josef Herdner zeigte sich stolz, dass man in Furtwangen solche Unternehmen wie Koepfer habe. Er sei erleichtert durch die Nachricht über ein wieder gutes Geschäftsjahr. Das bedeute auch Lohn und Arbeit für die Mitarbeiter aus Furtwangen und der Region. Auch die Stadt müsse viel investieren, allein 20 Millionen Euro für das Otto-Hahn-Gymnasium, nicht zuletzt, um die richtigen Rahmenbedingungen für den Nachwuchs zu schaffen.
Im Namen der Mitarbeiter gratulierte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Klaus Schandelmaier, nachdem die beiden Vorsitzenden Martina Kanstinger (Furtwangen) und Halil Das (Ludwigsburg) selbst zu den Geehrten gehörten. Mit ihrer Treue zu Koepfer hätten die Jubilare auch wesentlich das Unternehmen mitgestaltet, so Schandelmaier.
Ehrungen für 25 und 40 Jahre
Die Geehrten
16 Mitarbeiter aus den Werken Furtwangen und Ludwigsburg der Koepfer-Gruppe konnten für 25 und 40 Jahre Mitarbeit im Betrieb geehrt werden. Aus Ludwigsburg waren dies Joan-Vasile Vlaicu, Halil Das, Enzo Malzoni und Guiseppe Del Grosso (je 25 Jahre) sowie Ömer Sengül und Ihsan Kurtlak (40 Jahre). Aus Furtwangen Dagmar Hettich, Martina Kanstinger, Süleyman Altinisik, Rolf Wüstemann, Robert Schnell, Filiz Tosun, Udo Heine und Michael Oelze (25 Jahre) sowie Hermann Sieber und Michael Grüninger-Missbach (40 Jahre).