Gewerbeflächen, wie möglicherweise das ehemalige Areal der ehemaligen Zollernalb-Kaserne in Meßstetten, werden dringend benötigt. Das zeigt eine Umfrage der IHK Reutlingen. Foto: Sauter

Industrie- und Gewerbeflächen werden weiterhin gebraucht – und das trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten. Das zeigt eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer Reutlingen.

115 Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe der Region hatten sich an einer Sonderbefragung der IHK beteiligt, wie mitgeteilt wird. „Demnach wollen 20 Prozent der Befragten in den nächsten fünf Jahren ihre Fläche am vorhandenen Standort erweitern“, heißt es weiter.

 

Weitere 33 Prozent hielten eine Erweiterung für eine realistische Option, und 12 Prozent hätten die Entscheidung darüber noch nicht getroffen. Lediglich 32 Prozent seien sich sicher: Eine Erweiterung in der näheren Zukunft werde derzeit ausgeschlossen. „Das Ergebnis ist angesichts der konjunkturellen Lage beachtlich.“

Die Umfrage zeige: „Unsere Firmen planen mittelfristig und sie wollen am heimischen Standort wachsen. Das setzt aber voraus, dass das auch möglich ist“, wie IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Epp sagt. Die Verfügbarkeit von Flächen für Ansiedlungen und Erweiterungen gehöre seit vielen Jahren zu den wichtigen Standortfaktoren für regionale Betriebe.

Flächenverfügbarkeit schlecht bewertet

In der letzten Standortzufriedenheitsumfrage von 2022 habe sich jedoch gezeigt, dass die Flächenverfügbarkeit neben Breitband und Verkehr bei den Infrastrukturen am schwächsten bewertet wurde. „Die Bevorratung von Flächen ist eine wichtige Zukunftsinvestition, die sich in Jahren auszahlen wird.

Deswegen sollten die kommunalen Spitzen und Gemeinderäte bei diesem Thema weiter am Ball bleiben“, wird Epp zitiert. Nicht zuletzt müssten auch die Bürgerinnen und Bürger mitziehen: „Es geht um Zukunftsinvestitionen und den Wohlstand von morgen.“