Beim Austausch (links): Volker Bühler, CDU-Landtagskandidat Carl Christian Hirsch und Ulrich Bühler Foto: Luisa Koch

CDU-Landtagskandidat Carl Christian Hirsch hat sich mit Ulrich und Volker Bühler von Stahlbau Bühler in Altensteig ausgetauscht.

Das Familienunternehmen Stahlbau Bühler, hervorgegangen aus einer 1867 gegründeten Schmiede, wird heute in sechster Generation von den Brüdern Ulrich und Volker Bühler geführt. Mit rund 150 Mitarbeitern und einer jährlichen Verarbeitung von 15 000 Tonnen Stahl zählt das Unternehmen zu den führenden Stahlbauunternehmen in Deutschland, heißt es in der CDU-Pressemitteilung. Der Schwerpunkt liegt im Stahlhochbau – von klassischen Industriebauten bis hin zu architektonisch anspruchsvollen Sonderkonstruktionen.

 

Unternehmen baut selbst auf dem Turmfeld

Derzeit baut das Unternehmen selbst in Altensteig auf dem Turmfeld an: Ein neues Verwaltungsgebäude mit Kantine wird in moderner Hybridbauweise aus Stahl und Holz errichtet. Das verwendete Holz stammt vom regionalen Holzbauwerk. „Ein klares Standortbekenntnis,“ lobte CDU-Kandidat Hirsch.

Aktuell realisiert das Unternehmen unter anderem einen außergewöhnlichen Museumsbau in Nordrhein-Westfalen mit markanter, umgekehrter Pyramidenform – ein technisch anspruchsvolles Projekt, das Präzision in Planung und Fertigung erfordere.

Anreize zugunsten bestimmter Bauweisen

Im Gespräch mit dem CDU-Landtagskandidaten Carl Christian Hirsch ging es neben aktuellen Projekten vor allem um politische Rahmenbedingungen im Bau. Im Mittelpunkt stand auch die ELR-Förderung des Landes. Diese setze aus Sicht des Unternehmens Anreize zugunsten bestimmter Bauweisen. „Holzbauweisen werden gefördert – unabhängig davon, ob das für den konkreten Zweck sinnvoll ist oder nicht“, meinte Ulrich Bühler. Dabei könne Stahl durchaus ein nachhaltiger Baustoff sein. „Unser Hauptprodukt, der Profilstahlträger, besteht aus recyceltem Stahl. Dieser wird eingeschmolzen und zu neuen Trägern verarbeitet – das ist ein funktionierender Kreislauf“, betonte Volker Bühler.

Der größte CO₂-Ausstoß entstehe bei der Roherzeugung aus Erz, nicht im modernen Stahlbau. Zudem werde bei der Herstellung der Profilstahlträger auch Ökostrom eingesetzt. „Wir scheuen den Wettbewerb nicht. Aber wenn bei einer Holzbauweise mehr Beton eingesetzt werden muss, verbessert das die CO₂-Bilanz nicht. Man muss für jedes Projekt individuell entscheiden, welcher Baustoff am besten geeignet ist“, brachte es Ulrich Bühler auf den Punkt.

Fachkräftesicherung als weiteres Thema

Ein weiteres Thema war die Fachkräftesicherung. Viele Tätigkeiten im Stahlbau ließen sich nur begrenzt automatisieren. „Das Zusammenfügen der Bauteile bleibt oft Handarbeit – die Dimensionen sind hier meistens zu groß für Automatisierung“, erklärte Volker Bühler. Während der akademische Nachwuchs im Bauingenieurwesen stabil sei, fehle es vor allem im gewerblichen Bereich, insbesondere in der Montage. Carl Christian Hirsch betonte, dass die berufliche Ausbildung wieder stärker an gesellschaftlicher Wertschätzung gewinnen müsse.