Die Hilfe wird dankend angenommen. Foto: Wir im Ländle

Sabrina Jetter und Petra Nann vom Balinger Verein „Wir im Ländle e.V.“ berichten von ihrer Reise ins Erdbebengebiet und die dramatische Lage vor Ort.

Bewegende Begegnungen liegen hinter ihnen: Sabrina Jetter und Petra Nann vom Balinger Verein „Wir im Ländle e.V.“ reisten Ende Mai in das Erdbebengebiet in der Türkei. Dank zahlreicher, großzügiger Spenden aus dem Zollernalbkreis konnte der Verein dringend benötigte Hilfeleistungen vor Ort durchführen.

Während eines einwöchigen Aufenthalts, bei dem Nann und Jetter die laufenden Projekte des Vereins betreuten, fuhren sie in das Erdbebengebiet Hatay. Die von ihnen besuchten Stadtteile sind vollständig zerstört. „Die Straßen sind wie ausgestorben“, berichtet Jetter. Nur vereinzelt treffen die beiden auf Bewohner oder Bauarbeiter.

Schock über die Not im Erdbebengebiet

Immer wieder ist ein Bagger zu sehen, der ein Haus abreißt. In einigen weniger beschädigten Häusern sind bewachte Suppenküchen und Lebensmittellager eingerichtet. „Kein Einkaufsladen ist mehr geöffnet, kein Haus mehr bewohnt. Die Menschen sind entweder in umliegenden Zeltstädten untergebracht oder haben die Region verlassen“, erzählt Nann.

Das Ausmaß der Zerstörung und Not im Erdbebengebiet hat die beiden Helferinnen schockiert. „Die Situation vor Ort ist verheerend. Die Menschen sind mit unvorstellbarem Leid konfrontiert“, berichten Jetter und Nann.

Große Hilfeleistung aus dem Zollernalbkreis

Eine Frau, die in einem Zeltlager Zuflucht gefunden hat, erzählte von der Nacht des Erdbebens Anfang Februar. „Ich bin aufgewacht und dachte, unsere Stadt liegt im Bombenhagel. Es war der Horror!“ Solche Berichte verdeutlichen die furchtbaren Erfahrungen und den großen Verlust, den die Menschen durchleben mussten.

Die Hilfeleistungen aus dem Zollernalbkreis geben den Betroffenen Kraft. „Es sind nicht nur die Bereitstellung von Lebensmitteln, sondern die kurzen Momente des Lächelns, vielleicht sogar der Hoffnung, vor allem bei den Kindern, die die Spenden und Hilfeleistungen so wertvoll machen“, sagt Nann.

Verein „Wir im Ländle e.V.“ will weiter helfen

Das türkische Team vor Ort verteilte dringend benötigte Decken und Lebensmittel in Maraş und Hatay. Zudem wurden die örtlichen Suppenküchen mit Grundnahrungsmitteln versorgt.

Die Not ist riesig. Foto: Wir im Ländle

Der Verein „Wir im Ländle e.V.“ ist fest entschlossen, den betroffenen Menschen im Erdbebengebiet so lange wie möglich zu helfen und sicherzustellen, dass die Spenden effektiv und nachhaltig eingesetzt werden. Weitere Transporte sind – Dank Zuwendungen von Privatpersonen und Unternehmen – für die kommenden Wochen geplant.

Die bewegenden Geschichten und die Solidarität der Spender zeigen, dass gemeinsamer Einsatz und Mitgefühl einen großen Unterschied im Leben der Menschen machen können.