Beim Winterzauber in Althengstett war wieder einiges geboten. Einmal mehr sorgten nicht zuletzt Vereine, Schulen und soziale Einrichtungen fürs Gelingen.
Pünktlich um 16 Uhr startete am Freitagnachmittag der diesjährige Althengstetter Weihnachtsmarkt, der Winterzauber am Hirschgarten. Und wer pünktlich vor Ort war, hatte noch Chancen auf einen Parkplatz. Von der Firma Morof über Schule und Hallenbad bis Gemeindehaus und Friedhof waren die Parkplätze zu diesem Zeitpunkt schon nahezu belegt.
„Alles ist gut angelaufen.“ Der erste, der einen zufriedenen Blick über den Althengstetter Weihnachtsmarkt werfen konnte, war Thomas Kömpf. „Strom, Wasser, Müll alles funktioniert, besonders heikel war heuer das Thema mit den Umleitungen im Ortskern“, räumte der Bauhofleiter ein.
Schon frühzeitig zufrieden
Von seinen Sorgen im Vorfeld bekommen die Weihnachtsmarkt-Besucher natürlich nichts mit, einzig die Standbetreiber klopfen hin und wieder wegen Detailfragen an. Unter dem Strich ist ein Weihnachtsmarkt – bis er läuft – immer eine logistische Herausforderung.
„Er füllt sich“, zeigte sich Althengstetts Bürgermeister Rüdiger Klahm bei seinem Rundgang durch die über 40 Stände mit der Resonanz schon frühzeitig zufrieden. „In einer Stunde müssen Sie sich hier schon durchdrängen“, so der Bürgermeister am gut besuchen „Hirschgraben“, wo die Tanzfreunde Althengstett – und hier vor allem mit ihren jugendlichen Tanzgruppen – das Publikum unterhielten.
Wer da glücklich angekommen war, hatte die Stände der DLRG oder den Weihnachtswunschbaum schon passiert. Ein Stück weiter traf man unter anderem auf den Handball vom TSV Neuhengstett. Der hat aktuell zwar keinen Spielbetrieb, konnte dafür aber eine rührige „Standbetreiber-Mannschaft“ stellen.
Keine Frage, der Weihnachtsmarkt lebt von den Ideen und dem Engagement von Vereinen, Schulen und sozialen Einrichtungen sowie von seiner vielfältigen Kulinarik. Althengstett hatte da vom Grillgut, diversen Waffeln, Flammkuchen, Krusten- bis Rehbraten einiges zu bieten.
„Richtig geschafft“ wurde im Backhaus, wo sich die kleine Backhausgruppe von der Grundschule Klasse 3b mächtig ins Zeug legen musste, um die Warteschlangen vor der Backhaustüre „abzuarbeiten“. „Ein großes Lob an Frau Erika Strauß, sie hat uns für heute zwölf Kilogramm Teig gemacht“, war zwischen Bestellungen und Ausgaben zu hören.
Ein Stück unterhalb hatten die Fußballer vom GW Ottenbronn ihr Zelt aufgeschlagen. Sehr zur Freude einiger „Glühwein-Fans“ gab es den bei den „Mandel Brüdern“ Glühwein in rot und weiß. Als „sehr lecker“ wurden die angebotenen Schupfnudeln empfunden, und das alles bei einer humanen Preisgestaltung, ergänzte GWO-Sportchef Julian Glowatzki.
Anziehungspunkt vor allem für Familien
Es folgten Jugendfeuerwehr, die Oldtimerfreunde Bad Liebenzell, sowie Schulklassen, die für ihre Vorhaben wie Klassenausfahrten Angebote vorbereitet hatten. Dazwischen stellte sich ein kleiner Tiergarten mit Alpakas vor. Ein Anziehungspunkt vor allem für Familien mit kleinen Kindern, auch wenn sich die Andenbewohner – ob schwarz oder weiß – anfänglich noch etwas zierten, sich streicheln zu lassen. Ganz dem Motto folgend, „Essen und Trinken geht immer“ gaben die sich zum Start des Weihnachtsmarktes jedoch mit Heu zufrieden.