Der Winterweg soll gesplittet, bei Gefahr aber gesperrt werden. Foto: Weiger

Erneut ist es im Gemeinderat um das Streuen des Weihnachtswanderwegs mit Split gegangen.

Bereits in der Septembersitzung war ausführlich darüber gesprochen worden. Ein Streuen mit Salz könne aufgrund der befürchteten Schäden am Wirtschaftsweg nicht vorgenommen werden.

 

In der Sitzung der Vereinsvorstände hat sich laut Bürgermeister Alexander Hofer auch keine Lösung ergeben. Im Gefahrenfall würde der Weg somit gesperrt werden. Allerdings haben der Gemeinde zwei Angebote zum Streuen des Weges mit Split vorgelegen.

Laut Hofer haben mit beiden Unternehmern nochmals Gespräche stattgefunden. Für beide war es möglich, das Räumen des Weges zusätzlich zu übernehmen, auch nur an einzelnen Tagen.

Wirtschaftlichster Anbieter war die Firma Ludwig Graf aus Hossingen. Bei sechs Wochenenden zu jeweils zwei Tagen würden die Kosten rund 3931 Euro brutto betragen.

Joachim Kille: „Knapp 4000 Euro sind viel“

Die Berechnung erfolge dann jedoch nach tatsächlichem Aufwand. Bürgermeister Hofer wies darauf hin, dass für diese Kosten kein Geld im Haushaltsplan vorgesehen ist

Gemeinderat Joachim Kille war skeptisch: „Knapp 4000 Euro sind viel und das Thema ist sehr emotional.“ Er sprach sich dafür aus, die Lösung einmalig als „Testballon“ auszuprobieren und zu schauen, ob es zum gewünschten Erfolg führe. Allerdings sollte daraus kein Anspruch für die kommenden Jahre abgeleitet werden.

Sein Kollege Hans Werner Moser sah es im Rahmen der Vereinsförderung kritisch: „Wo grenzen wir das ab?“ Ulrike Beyer pflichtete bei: „Außenwirkung hin oder her – aber das ist wirklich ein Haufen Geld.“

Letztlich sprach sich das Gremium bei fünf Ja-Stimmen, vier Enthaltungen und einer Gegenstimme dafür aus, die Winterdienstarbeiten einmalig für den Weihnachtswanderweg zum Räumen und Streuen mit Split beschränkt auf sechs Wochenenden mit maximal zwei Tagen Einsatzzeit zu vergeben. Die Räte waren sich jedoch einig, dass weiterhin gelte, dass der Weg eingeschränkt geräumt wird und im Gefahrenfall gesperrt werden kann.