Im Nachthimmel von Lake Placid sprang Emma Weiß zu einer neuen persönlichen Bestleistung. Foto: Rudi Garmisch

Ski-Freestylerin Emma Weiß ist beim Weltcup-Auftakt in den USA Siebte geworden. Die 24-Jährige geht mit Rückenwind in die nächsten Wochen. Als nächstes steht ein Doppel-Wettkampf in Kanada auf dem Programm.

84,73 Punkte wurden Emma Weiß für ihren Sprung auf der Aerials-Schanze von Lake Placid im US-amerikanischen Bundesstaat New York zugesprochen. Für die 25-jährige Ski-Freestylerin bedeutete das eine neue persönliche Bestleistung – aber leider keinen Startplatz für das „Superfinale“ der Top-6. „Das Niveau war sehr hoch. Mit dieser Punktzahl wäre ich letztes Jahr in jedem Superfinale gewesen“, erzählt die Albstädterin. Mit der gleichen Punktzahl wäre sie im finalen Durchgang des Wettkampfs sogar Vierte geworden.

 

Auch wenn vielleicht ein Fünkchen Enttäuschung mitschwang, war Weiß mit ihrer Leistung mehr als zufrieden: „Es war ein schöner Sprung, der zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß bei einem Wettkampf.“ Dafür macht die 25-Jährige nicht nur ihre aktuell gute Form verantwortlich, sondern auch ihren im vergangene Jahr neu entdeckten christlichen Glauben verantwortlich. „Ich habe mich schon immer viel mit Spiritualität beschäftigt, aber jetzt habe ich das Gefühl, so richtig angekommen zu sein“, gibt Weiß Einblicke in ihre Gefühlswelt.

Nächste Station: Québec

Mit dem Rückenwind der persönlichen Bestleistung ist die Albstädterin nun die Reise nach Kanada angetreten, wo der Weltcup am kommenden Wochenende in Lac-Beauport mit einem Doppel-Wettkampf weitergeht. Das klare Ziel ist erneut der Einzug ins Superfinale. Weiß ist optimistisch, das erreichen zu können. Denn erstens „liegt mir die Schanze ganz gut“, verrät sie.

Der Ort im Süden der kanadischen Provinz Québec ist eine regelmäßige Station im Weltcup. „Außerdem hatten wir unser Trainingslager vor den Olympischen Winterspielen 2022 hier“, erinnert sich Weiß. Sie kennt die Gegebenheiten also bestens – und hat sich entsprechend auf diese vorbereitet.

Große Herausforderung

Zweitens geht die 25-Jährige im Hinblick auf ihr konditionelles Level mit breiter Brust in den Doppel-Weltcup. „Es ist schon eine große Herausforderung. Man merkt häufig bei der ein oder anderen Athletin, dass am zweiten Tag die Kräfte fehlen“, gibt sie zu bedenken, ergänzt aber: „Ich will es nicht verschreien, aber in der Regel habe ich keine so großen Probleme damit.“ Eine Hürde könnte sich der 25-Jährigen jedoch in den Weg stellen: „Es ist meine Menstruationswoche. Ich muss schauen, inwiefern mich das im Training einschränkt.“

Nach dem Doppel-Wettkampf in Kanada geht es für Emma Weiß direkt zurück in die USA, wo der Weltcup dann Anfang Februar in Deer Valley Station macht. Danach geht es für die nächsten Termine nach China (21. bis 24. Februar) und Kasachstan (28. Februar bis 02. März).