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Wintersport Manfred Kuner übernimmt

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"Ich danke Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen": Manfred Kuner, der neue Präsident Skiverbands Schwarzwald (SVS), bei seiner Antrittsrede in Gailingen Fotos: Joachim Hahne Foto: Schwarzwälder Bote

Der Skiverband Schwarzwald (SVS) hat wieder einen Kopf. In der Gailinger Hochrheinhalle wurde erwartungsgemäß der 65-jährige bisherige Präsidiumssprecher Manfred Kuner zum Nachfolger des verstorbenen Ex-Präsidenten Stefan Wirbser gewählt.

Die Präsenz von DOSB-Präsident Alfons Hörmann, die Anwesenheit von DSV-Präsident Dr. Franz Steinle, Michael Hölz (Präsident von Snowboard Germany) sowie von BSB-Präsident Gundolf Fleischer spiegelten am Samstag in der Hochrheinhalle die Wertschätzung und den Stellenwert des Skiverbandes Schwarzwald und seinen 194 Mitgliedsvereinen in der deutschen Sportlandschaft wieder.

Die Neuwahlen des Präsidiums mit der Verabschiedung von Satzungsänderungen sowie die von der Delegiertenversammlung genehmigte Beitragserhöhung machten den Verbandstag 2019 zu einer außergewöhnlichen Auflage in der nun 124-jährigen Verbandsgeschichte.

Nach der durch den Tod von Stefan Wirbser seit knapp ein Jahr verwaisten Präsidenten-Position hat der Skiverband Schwarzwald wieder einen Kopf. Erwartungsgemäß votierte die Mitgliederversammlung einstimmig für den bisherigen Präsidiumssprecher Manfred Kuner. Der 65-jährige diplomierte Bankfachwirt aus Triberg, über 26 Jahre hinweg Vorstandsvorsitzender der Volksbank Mittlerer Schwarzwald, hatte sich interimsmäßig während der Vakanz als Präsidiumssprecher hervorgetan. "Ich danken Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen. Mit meinem Team im Präsidium werden wir alles dafür tun, den SVS weiter erfolgreich zuführen", erklärte der langjährige Vizepräsident Finanzen nach seiner Wahl.

Für Manfred Kuner bestimmte die Versammlung einstimmig den Bankfachwirt Andreas Wirbser (Feldberg) als seinen Nachfolger. Als neuer Verbandsjugendleiter gehört auch Jochen Schorn (Freiburg) dem Präsidium an. Nach dem Ausscheiden von Patrick Kaltenbach (Sportwart Snowboard) aus persönlichen Gründen bleibt diese Funktion zunächst unbesetzt. Alle anderen Amtsinhaber wurden einstimmig wiedergewählt.

Der Deutsche Skiverband kommt in den Genuss zusätzlicher Finanzmittel

Nach einem Treffen mit IOC-Präsident Dr. Thomas Bach in Stuttgart hatte DOSB-Präsident Hörmann die Wahl – entweder Turn-WM oder SVS-Verbandstag. "Meine Liebe und Beziehung zum Skisport und meine innere Überzeugung haben mich nach Gailingen geführt", bekannte der frühere DSV-Präsident offen. Glücklich und zufrieden, "wenn alles so wäre wie im Skisport", zeigte sich Hörmann über die vollzogene Neuaufstellung im Leistungssport, verbunden mit der Reform der Olympiastützpunkte.

In der neuen Spitzensportstruktur kommt der Deutsche Skiverband nun in den Genuss zusätzlicher Finanzmittel. Beim SVS, der auf einen äußerst erfolgreichen WM-Winter 2018/19 zurückblicken kann, sieht der ranghöchste deutsche Sportfunktionär "wichtige Weichenstellungen für die Zukunft vollzogen und im Präsidium gut aufgestellt".

Snowboard-Präsident Michael Hölz zeigte sich erfreut über die ersten Schwarzwälder Erfolge bei der jüngsten Snowboard-WM durch Paul Berg (SC Konstanz). Mit der Junioren-Weltmeisterin Jana Fischer (SC Löffingen) hat eine weitere Athletin bereit in der erweiterten Weltspitze angeklopft. BSB-Präsident Gundolf Fleischer will sich für die Installation eines eigenen Bundesstützpunktleiters am Stützpunkt Notschrei stark machen und hofft auf mehr Unterstützung für den Nachwuchsleistungssport durch Erhöhungen des neuen Solidarpakt, dass wir "einen richtigen Schluck aus der Pulle" abbekommen. Fleischer unterstrich darüber hinaus die Bedeutung mit dem Erhalt des Olympia-Stützpunktes Freiburg-Schwarzwald nach der Leistungssportreform, erntete für das Bekenntnis für das Ehrenamt den Beifall der Vereinsdelegierten.

Die Delegierten votieren mit 302 Ja-Stimmen für eine Beitragserhöhung

Die avisierte Beitragserhöhung und die Genehmigung des Doppelhaushalt 2020/21 sorgte – zunächst erwartungsgemäß für einige Wortmeldungen – letztendlich votierten die Delegierten bei zwei Enthaltungen und 63 Gegenstimmen mit 302 Ja-Stimmen für eine Beitragsanpassung. Somit haben die 194 Vereine und Wintersportabteilungen ab dem Jahr 2020 fünf Euro (bislang 4,10) für Kinder, 6,50 Euro (5,70) für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren sowie 9,50 Euro (8,40) für Erwachsene als Jahresbeitrag an den SVS abzuführen. Nach kurzer Diskussion mit einer redaktionellen Anpassung der Vorlage wurden schließlich auch die Satzungsänderungen mit eindeutiger Mehrheit verabschiedet.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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