Luca Roth ist mit seinem Auftritt bei der Vierschanzentournee "riesig zufrieden". Foto: Eibner

Ski nordisch: Mit Teilnahme an Vierschanzentournee zufrieden. Adrian Sell "in positivem Sinne geschockt".

Das hat es zuvor noch nicht gegeben. Gleich zwei Skispringer vom SV Meßstetten sind beim zweiten Springen der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen in der Qualifikation gestartet. Luca Roth erreichte den Wettkampf, Adrian Sell blieb bei seinem Debüt hängen.

Beim Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf hat Luca Roth noch mit dem 27. Rang und seinen ersten Weltcuppunkten aufgetrumpft. Am Neujahrstag lief es für den 19-jährigen Skispringer vom SV Meßstetten nicht mehr ganz so rund.

Zwar hatte er am Dienstag als Mitglied der nationalen Gruppe die Qualifikation mit einem Satz auf 128,5 Meter locker geschafft, am Mittwoch aber zog er im Duell mit dem Schweizer Killian Peier, der bei der WM 2019 in Seefeld die Bronzemedaille gewann, recht deutlich den Kürzeren. Roth, 35. der Qualifikation, legte 123,5 Meter (113,1) Punkte vor, doch Peier – er hatte in der Qualifikation mit 134,0 Metern (133,7 Punkte) den 14. Platz belegt – überbot die Marke mit 133,0 Metern und 132,7 Punkten deutlich. Am Ende belegte Peier beim Sieg des Norwegers Marius Lindvik den elften Platz. "Heute war es ziemlich zäh, bei den Verhältnissen aus Luke 12, ist für einen jungen Springer extrem schwer. Trotzdem bin ich mit den Stationen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen riesig zufrieden. Das ist das, wo ich hin will. Und ich habe gemerkt, dass ich sogar mit nicht ganz perfekten Sprüngen gar nicht weit weg bin. Ich bin nach den beiden Wettbewerben immer noch 27. in der Gesamtwertung", sagt Luca Roth. Dass die Tournee für ihn nun zu Ende ist, kann er verschmerzen. "Es geht eben Schritt für Schritt weiter und der nächste ist wieder im Continental-Cup."

Überraschend durfte in Garmisch-Partenkirchen noch ein zweiter Springer vom SV Meßstetten ran. Adrian Sell, normalerweise ebenso wie Roth im CoC unterwegs, rückte für den aus der Tournee ausgestiegenen Richard Freitag nach. "Ich war im positiven Sinne geschockt, als mein Trainer gesagt hat, dass ich für Garmisch in die nationale Gruppe aufrücke. Ich habe mich natürlich riesig gefreut", sagt Sell. Der Wahl-Oberstdorfer, der die Quali für das Auftaktspringen noch als Zuschauer verfolgt hatte, landete unter 73 Springern mit 115,0 Metern (95,9 Punkte) auf dem 60. Rang und verpasste damit die Qualifikation für das Weltcupspringen.

"Natürlich war ich etwas enttäuscht, dass es nicht gereicht hat. Mein Sprung war nicht so gut wie im Training, aber solide. Und im Weltcup rächen sich kleine Fehler gleich", sagt Sell. Rund zehn Punkte fehlten ihm, um im Wettbewerb dabei zu sein. "Das war gar nicht so viel. Das und das gesamte Erlebnis gibt mir Auftrieb für die nächsten Springen im CoC.

Im Continental-Cup, der zweiten Liga der Skispringer, geht es in der kommenden Woche auch für Luca Roth weiter, dann stehen die Wettbewerbe in Bischofshofen/Österreich an, eine Woche später geht’s in Klingenthal, danach in Japan weiter.