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Wintersport Kinder haben neue Möglichkeiten

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"Schwenningen I!" Sebastian Schweizer reißt die Arme in die Höhe. Foto: Schwarzwälder Bote

"Den habe ich verpatzt!" Der Stein von Sebastian Schweizer, der erste überhaupt seit März 2018 in der Schwenninger Curling-Halle, landet vor dem "Haus". Die große Chance für Till Wunderlich, bei der Heim-Mixed-DM im Februar als Team Schwenningen I zu starten.

Der 23-Jährige läuft um 20.12 Uhr an, lässt das knapp 20 Kilogramm schwere Spielgerät aus porenfreiem Granit kurz vor dem Ende der Abwurflinie los. Er läuft einige Schritte hinterher. Dann ist klar: Wunderlich hat zu viel Kraft investiert. Da bringt auch kein Wischen mit dem Besen mehr was. Der Stein rutscht durch das Haus. "Schwenningen I, du bist Schwenningen II", reißt wenige Meter daneben Sebastian Schweizer die Hände in die Höhe.

Die Stimmung ist also am Dienstagabend in der Curling-Halle ausgezeichnet. Kein Wunder, mussten die Schwenninger doch seit März 2018 vor allem in Schaffhausen trainieren. Nicht nur die Eishalle II neben der Helios-Arena wurde aufwendig saniert, sondern auch das "Wohnzimmer" der Curler bekam eine Modernisierung verordnet. "Und dies hat sich wirklich gelohnt", ist nicht nur Uwe Hantschel, der Schatzmeister des Vereins, begeistert. "Das ist perfekt. Wir haben nun eine der schönsten Curling-Hallen Deutschlands, vielleicht sogar die schönste", schwärmt Sebastian Schweizer, mehrfacher WM-Teilnehmer und Vize-Präsident.

Klar, dass der 39-Jährige als noch aktiver Curler ("Aber mit dem Leistungssport habe ich aufgehört. Da sind nun die jungen Sportler an der Reihe") dabei zuerst an die Eisqualität denkt. "Die ganze Eistechnik ist ja nun auf dem neusten Stand. Besser geht es echt nicht", betont Schweizer. Dies können übrigens auch die Eisläufer unterschreiben, die nun erstmals durch große Fensterflächen von der Halle II aus live das Geschehen der Curler verfolgen können. "Wir hoffen natürlich, dass wir von diesem neuen Miteinander profitieren", wünscht sich Uwe Hantschel, dass Eisläufer und Eishockey-Spieler den kurzen Weg zu ihren Sport-Nachbarn finden. "Ein Schnuppertraining ist dann immer drin."

Dann nimmt Sebastian Schweizer auch schon den nächsten Stein in die Hand. Zusammen mit rund 15 weiteren Mitgliedern werden die drei Bahnen intensiv getestet. "Nach dieser langen Pause bekomme ich bestimmt morgen Muskelkater", sagt Hantschel und lacht. "Aber das Eis ist echt geil", hat auch Till Wunderlich sichtlich viel Spaß.

Den hätte auch Schwester Fiona gerne. "Doch im Sommer habe ich mir das Kreuzband gerissen. Dies beim Tanzen", weiß die 18-Jährige, dass sie nach der Operation im August noch Geduld braucht. "Aber diese ist nicht meine große Stärke", wagt sich die Fünfte der vergangenen B-Weltmeisterschaft dann auch auf das neue Eis. Erst vorsichtig, dann durchaus schon mit einer gewissen Dynamik lässt Wunderlich die Steine in Richtung "Haus" gleiten. "Aber bis zur Mixed-Doubles-DM Ende Februar wird es wohl nicht reichen", ärgert sich die 18-Jährige tierisch darüber, dass sie dann nicht mit Bruder Till auf den heimischen Bahnen ihr Können zeigen kann.

Dieser muss sich also noch nach eine passenden Partnerin für die DM in Schwenningen umschauen. Nicht so Sebastian Schweizer. "Ich werde zusammen mit Josephine Obermann antreten", meint der 39-Jährige mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Spätestens am 28. Februar 2020, dann steigt die nationale Meisterschaft im olympischen Mixed-Wettbewerb, wird klar sein, für welche Spielerin sich Till Wunderlich entschieden hat.

Die DM können Zuschauer übrigens vom ebenfalls modernisierten Stüble aus verfolgen. Auch dieses erscheint nicht nur durch die neuen Lampen in einem neuen Glanz. "Wir haben viel gemacht – und werden noch mehr machen", wünschen sich Sebastian Schweizer und Co., dass bald noch mehr Curling-Neulinge auch die "Lounge", eine bequeme Sofaecke mit direktem Blick auf die Bahnen, entdecken. "Bei uns bewegt sich eben was. Und nicht nur auf dem Eis."

  CC Schwenningen Der Curling Club Schwenningen hat derzeit knapp 50 Mitglieder. "Wir hoffen, dass durch die Sanierung unserer Halle und der Modernisierung unseres Stübles noch weitere dazukommen", sagt Sebastian Schweizer, der Vizepräsident der Schwenninger Curler. Ein Höhepunkt sind die Betriebsmeisterschaften. "Für diese haben sich 24 Teams angemeldet", freut sich Finanzchef Uwe Hantschel. Neu ist, dass für Kinder spezielle Steine für Nachwuchssportler angeschafft wurden.

Weitere Informationen: www.curling.de

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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