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Wintersport Janina Hettich zieht nach WM-Premiere Bilanz

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Janina Hettich Foto: Hendrik Schmidt

Janina Hettich (SC Schönwald/Lauterbach) ist zurück von der Biathlon-Weltmeisterschaft in Antholz. Lediglich im Sprintrennen konnte sie beim Auftakt der Titelkämpfe starten. Im Rückblick überwiegt bei der 23-Jährigen bei ihrer WM-Premiere vor allem der Lerneffekt. Wir sprachen mit Hettich über ihre Erfahrungen in Südtirol.

Frau Hettich, Sie sind wieder daheim. Was steht denn in den kommenden Tagen an?

Ich werde bis zum Wochenende bewusst ausspannen und wenig Sport machen. Dann beginnt wieder das spezifische Training und meine Vorbereitung für den nächsten Weltcup in Nove Mesto in zehn Tagen.

Mit viel Vorfreude sind Sie Ihre WM-Premiere in Antholz angegangen. Im Sprintrennen lief es für Sie beim Auftakt mit fünf Schießfehlern und dem 65. Rang aber nicht gerade perfekt. Wie sehen Sie dieses Rennen? Waren Sie vielleicht bei Ihrem Debüt auch zu nervös?

Es mag sein, dass ich vielleicht zu viel in diesem ersten Rennen wollte, aber ich war nicht zu nervös. Die Vorbereitung in Ridnaun lief für mich gut. Meine Schießleistung war natürlich alles andere als optimal. Ich habe in diesem Rennen eine große sportliche Enttäuschung erlebt. Daraus werde ich sehr viel lernen.

Was denn besonders?

Ich hätte – allein vom Mentalen her – schon während des Sprints anders an die Aufgaben herangehen müssen.

War Ihnen nach diesem Renen klar, dass es nun schwer wird, noch ein weiteres Rennen in Antholz zu bestreiten?

Natürlich spürt man dies sofort. Meine Teamkollegin Karolin Horchler, die zusammen mit mir ja noch für die Weltmeisterschaft in Antholz nominiert worden war, zeigte bessere Leistungen. Deshalb konnte sie weiterhin starten.

Wie lange hält die Enttäuschung nach so einem Wettbewerb denn an?

Ein, zwei Tage. Man muss aus so einer Enttäuschung einfach auch viel neue Kraft schöpfen.

Das Schießen war nicht zum ersten Mal in dieser Saison ein Problem.

Das stimmt. Wenn man erfolgreich auf diesem hohen Level sein will, dann muss die Erfolgsquote bei mindestens 90 Prozent am Schießstand liegen, sonst hat man keine Chance. Ich muss mich in diesem Bereich weiter steigern und verbessern.

Ist dies ein mentales oder eher ein technisches Problem?

Die Wahrheit liegt wohl mittendrin. In Antholz waren die Windbedingungen nicht einfach. Es gab ja generell in der Konkurrenz relativ viele Schießfehler an diesem Tag.

Plötzlich waren Sie in den restlichen Wettbewerben der Weltmeisterschaft nur zum Zuschauen verdammt. Was haben Sie gemacht?

Ich habe weiter intensiv trainiert – und es gab auch alternative Wettbewerbe mit den Ersatzläuferinnen der anderen Nationen. Das war eine gute Idee.

Wie bewerten Sie insgesamt das Abschneiden Ihrer deutschen Teamkolleginnen bei dieser WM?

Die Ergebnisse waren gut. Vor allem haben sich die guten Platzierungen auf mehrere Schultern verteilt. Besonders hoch stufe ich das WM-Silber unserer Staffel ein.

Jetzt starten Sie bei den noch drei ausstehenden Weltcup-Stationen noch mit einer gehörigen Wut im Bauch.

(lacht). Nein, das klingt zu drastisch. Zunächst einmal hoffe ich auf meine Nominierung. Dann werde ich natürlich sehr motiviert an den Start gehen, weil ich von der WM her noch eine Rechnung offen habe und diese Saison mit einem guten Gefühl abschließen möchte.

Aber insgesamt haben Sie doch in Ihrer Saison einen großen Schritt nach vorne gemacht?

Das stimmt. Mein Start bei der Biathlon-Weltmeisterschaft darf nicht als hauptsächlicher Gradmesser gelten, auch wenn diese Erfahrung für meine Zukunft sehr wichtig ist. Insgesamt sehe ich meine Saison bislang positiv. Ich konnte mich ab Ende Dezember im Weltcup festsetzen. Dennoch wünsche ich mir noch ein Rennen in diesem Winter, das absolut optimal für mich läuft.  

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