Skilift-Betreiber Andreas Haas (rechts) empfängt die Skifahrer an seinem Lift am Kesselberg. Foto: Schimkat

SSC Bad Dürrheim vermietet Lift am Kesselberg stundenweise. Kurse werden auch in Corona-Zeiten angenommen.

Es ist ein außergewöhnliches Angebot: Der SSC Bad Dürrheim vermietet den Skilift am Kesselberg für jeweils zwei Stunden an einzelne Familien. Mit diesem Konzept ermöglicht der Verein trotz Corona-Verordnung ein Wintersportangebot.

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Unterkirnach - Gemütlich Ski fahren in herrlicher Lage im Schwarzwald, und das auch noch nach Corona-Auflagen kann man am Kesselberg. Volker Weiß, erster Vorsitzender des Schwimm- und Skiclubs (SSC) Bad Dürrheim, hat am 2. Januar seinen Skilift am Kesselberg unter Corona-Auflagen in Betrieb genommen. Er vermietet den Lift jeweils für zwei Stunden einzeln an Familien.

19 Skilehrer sind beim SSC Bad Dürrheim im Einsatz

"Dies ist ein Übungslift, denn hier lernen Kinder und auch Erwachsene das Skifahren", erklärt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Ein Skilehrer sei immer dabei, das funktioniere gut, schließlich habe der SSC 19 Skilehrer, fährt er fort. Reichlich Abstand wird gehalten, eine junge Frau berichtet, dass sie vor zwei Tagen noch nicht Skifahren konnte, aber hier habe sie es gelernt.

Vor Corona habe er den Übungslift und seine Schule schon drei Jahre betrieben, und auf die Frage, ob er im Frühjahr den Skilift am Kesselberg stehen lasse, antwortet Weiß: "Nein, ich packe ihn zusammen und stelle ihn am Hagmichel-Hof unter, damit zeigt er auf einen Hof, der gerade von der Wintersonne angestrahlt wird.

Ach ja, da ist ja der Skilift für geübte Skifahrer, unweit der Skischule am Kesselberg. Dort trinkt gerade das Ehepaar Eisele am Parkplatz einen Tee und zeigt sich begeistert von der Idee, den Skilift stundenweise an Familien zu vermieten. Sie seien zum ersten Mal hier und aus Esslingen gekommen, erklären sie.

Das sei nicht gerade um die Ecke, aber am Vorabend hätte die Landesschau über den Skilift des Hagmichel-Hofes berichtet und sie hätten spontan den letzten freien Platz gebucht: "Wenn der Schnee hält, kommen wir wieder und im nächsten Jahr auch", freuen sie sich schon jetzt.

Jetzt sind Marius Neininger von der Spedition Bächle, vormals Unterkirnach, und sein Freund von der Bäckerei Krachenfels an der Reihe. Kaum hat er seiner Tochter die Skischuhe angezogen, ist sie auch schon auf dem Hang unterwegs, seinem Freund geht es mit der Tochter nicht anders. Väter und Töchter auf ein Foto zu bekommen ist harte Arbeit, denn alle wollen Ski fahren und nicht herumstehen.

Betreiber werben über die Kanäle in den sozialen Netzwerken

Andreas Haas vom Hagmichel-Hof hat gerade Dienst und erzählt, dass sein Opa den Skilift vor 54 Jahren gegründet habe, der Lift werde von den Familien Haas und Hils betrieben. Der Lift sei durchgängig ausgebucht und in Richtung Neininger und Krachenfels meint er, diese beiden Väter kämen so gut wie jeden Tag. Jetzt kommen die beiden Kinder schon mit dem Schlepplift wieder hoch und weg sind sie, während die Väter geduldig warten, dass sie wieder auftauchen für das Familienfoto.

"Wir sind auf Facebook und Instagram und die Bildzeitung war auch schon hier", berichtet Haas, und Neininger ruft: "Die haben uns gefilmt."

"Im Internet haben wir einen Kalender, dort kann man buchen und sich eintragen", erklärt Haas und erläutert, dass unten immer eine Person steht und erklärt, wie man den Bügel hält und sich nach oben ziehen lässt.

Der Winter sei toll und normalerweise wäre hier viel los, aber mit der stundenweise Vermietung des Lifts würde man in Corona-Zeiten das Beste daraus machen, betont Andreas Haas und blickt positiv in die Zukunft.

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