Während Nathalie Armbruster derzeit an Wettkämpfen in Estland teilnimmt, hat Svenja Würth ihre aktuelle Saison krankheitsbedingt beendet.
Mit dem Gewinn des erstmals bei den Frauen ausgetragenen Seefeld Triple, hat Nathalie Armbruster Sportgeschichte geschrieben. Armbruster war die erste Deutsche, die im laufenden Weltcup der Nordischen Kombination einen Tagessieg erzielte.
Armbruster in Estland
Armbruster übernahm in der laufenden Wertung des Weltcup nun das gelbe Trikot. „Es war ein unfassbar schönes Wochenende mit unvergesslichen Momenten“ berichteten ihre Eltern Susi und Hans Armbruster. Zum Ausruhen blieb ihr wenig Zeit. Bereits am Mittwoch (05.02) machte sich Nathalie auf den Weg nach Tallinn (Estland). Von dort war sie mit dem Bus in den Süden des Landes in die Gemeinde Otepää gefahren, wo am Donnerstag (06.02) bereits der PCR Sprung anstand.
Für Klaus Faißt, der ebenso in Seefeld vor Ort war, gehört Nathalie zum engen Favoritenkreis. „Der Sieg in Seefeld dürfte ihr einen weiteren Energieschub gebracht haben“ ist er sich sicher. Faißt hat die Kniebiserin bereits im Alter von acht bis 15 Jahren trainiert, und ihr großes Talent erkannt. In Seefeld drückte Klaus Faißt auch seinem Sohn Manuel die Daumen. Beim Triple platzierte sich das Mitglied vom SV Baiersbronn mit den Plätzen neun, sieben und zehn unter den Top Ten. Überzeugend waren seine Leistungen in der Loipe. „So gut war er im Langlauf noch nie“ resümiert Vater Klaus. In Otepää will sich Manuel Faißt mit guten Leistungen weiterhin zur WM in Trondheim/Norwegen empfehlen. Aktuell ist Faißt in dieser Saison drittbester Deutsche im Team.
Würth muss sich regenerieren
Für Svenja Würth vom SV Baiersbronn, dürfte die Saison 2024/2025 dagegen gelaufen sein. Wie sie unser Redaktion berichtet, wird sie erst mal an keinem Wettkampf teilnehmen. Nachdem sie in den zurückliegenden drei Monaten immer wieder von Infekten ausgebremst wurde, reichte die Zeit nicht, zwischen den Wettkämpfen wieder richtig fit zu werden. So zog Würth nach Tagesplatz 19 und 24 am dritten Wettkampftag in Seefeld die Notbremse, und trat nicht mehr an. Würth möchte in den nächsten Tagen erst mal ein paar Tage wegfahren, um den Körper einmal komplett runterzufahren. Dann sieht man weiter, informiert die 31 Jährige. Seefeld selbst, war für sie trotzdem ein super Event.
Ein schöner Moment
Würth freut sich über die guten Platzierungen des Deutschen Teams, sowohl bei den Frauen wie Männer. Der Sieg von Nathalie war für sie was etwas ganz großes. So war es für Svenja eine große Ehre, Armbruster vor dem Zieleinlauf die deutsche Fahne zu überreichen. Sie habe die größte Fahne genommen, die zu finden war. Nathalie wusste im Vorfeld nichts davon.
„Das war schon ein schöner Moment, da wir ja auch oft im selben Zimmer unterwegs waren und aus der gleichen Heimat kommen, berichtete Würth als Team älteste über die jüngste im Team“. Es war auch für mich ein denkwürdiges Wochenende blickt Würth zurück.