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Wintersport Christoph Klumpp ist DSV-Cheftrainer Nachwuchs

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Christoph Klumpp – hier mit Klaus Faißt bei der Deutschen Schülermeisterschaft Anfang des Jahres – hat weitere Verantwortung im Deutschen Skiverband übernommen. Foto: Schwark

Eine weitere Sprosse auf der Karriereleiter des Deutschen Skiverbandes hat der Baiersbronner Christoph Klumpp erklommen: Seit Oktober ist er offiziell "Cheftrainer Nachwuchs" in den Disziplinen Skispringen und Nordische Kombination.

Einen Tag ist er in Seefeld in Österreich, am nächsten folgt ein Abstecher in die Heimat nach Freudenstadt und Baiersbronn, tags darauf geht’s schon wieder weiter nach Oberstdorf. Betrachtet man Christoph Klumpps Terminkalender, könnte man schnell den Eindruck gewinnen, er sei ein Getriebener. Tatsächlich ist es aber die Leidenschaft für das, was er tut –­ für den Trainerberuf und den Sport –, die ihn antreibt: "Diesen Beruf macht man nicht wegen des Vertrags – das macht man, weil einem der Sport am Herzen liegt", sagt der gebürtige Baiersbronner. Seine blauen Augen blitzen, wenn er von seinem neuen Job beim Deutschen Skiverband (DSV) spricht, gleichzeitig aber senkt sich sein Blick. Große Töne sind nicht Christoph Klumpps Art, Selbstdarstellung schon zweimal nicht. Eine klare Meinung hingegen hat er. Und mit der hält er auch nicht hinter dem Berg.

Neue Aufgaben

Seit Oktober ist der 39-Jährige nicht mehr als übergreifender Schülertrainer tätig, sondern neuer "Cheftrainer Nachwuchs" beim DSV, kümmert sich um Organisatorisches rund um den D-/C- (Schüler ung Jugend) und C-Kader (Junioren), sichtet, sucht den Kontakt zu den Vereinen und Stützpunkten, plant den Wettkampfkalender. Eine völlig andere Aufgabe als das, was ihn die vorigen 17 Jahre, seitdem er seine eigene Karriere als aktiver Skispringer beendet hat, als Trainer begleitet hat: "Ich bin dankbar und stolz, dass mir meine Chefs das zutrauen", betont der 39-Jährige. "Ich habe jetzt mehr als 15 Jahre lang direkt am Sportler gearbeitet, jetzt ist es mehr Büroarbeit." Büroarbeit allerdings vielmehr im übertragenen Sinne, denn zirka 200 Tage im Jahr ist Christoph Klumpp jetzt unterwegs, "ich bin quasi an den Stützpunkten zuhause", sagt er.

Seine Position hat Christoph Klumpp von Sepp Buchner übernommen, seitdem dieser Horst Hüttel – jetzt Team-Manager der DSV-Weltcupmannschaften Skisprung und Nordische Kombination – als Sportlichen Leiter abgelöst hat. "Wir haben natürlich unsere Zuständigkeitsbereiche", sagt Klumpp, "funktionieren aber als Dreierteam sehr gut. Wir verstehen uns super und haben ein großes Miteinander, das macht echt Spaß." Zumal sich Klumpp seine "Baustellen" nun selbst suchen kann.

Ambitionierte Ziele

Bei all den neuen Aufgaben, die ihm mit dieser Herausforderung übertragen worden sind, verfolgt Klumpp ambitionierte Ziele: "Ich sehe mich nach wie vor vor allem in der Nachwuchsgewinnung und Talentsichtung. Mein Kernziel ist es, eine breite Basis zu schaffen", sagt der Baiersbronner. Gut 50 bis 60 Nachwuchssportler will Klumpp künftig pro Jahrgang im Skispringen und in der Nordischen Kombination in den Wettkämpfen haben. "Aus der quantitativen Masse soll dann die Qualität herausgezogen werden", erklärt er weiter.

Strahlkraft der "Großen"

Unrealistisch ist dieses Ziel keinesfalls. "In jeder Sportart wird gesagt, dass weniger Kinder nachkommen. Bei uns ist das nicht so und darauf sind wir stolz", sagt er, "wir haben eine gleichbleibende, sogar leicht ansteigende Tendenz." Der Mädchenbereich wachse sowieso noch kontinuierlich.

In Baden-Württemberg und Bayern sei derzeit ein großer Unterbau da, daran gelte es anzuknüpfen. "Für mich hängt die Zahl der Nachwuchssportler aber auch immer mit den Leistungen der Großen im Weltcup zusammen", betont Klumpp. Im Skispringen habe man in den vergangenen Jahren gesehen, dass Ausfälle stark kompensiert wurden: "Zuerst stand Severin Freund im Rampenlicht, als er verletzungsbedingt ausfiel war es Andreas Wellinger, danach Markus Eisenbichler und Karl Geiger", so Klumpp, "das ist natürlich sehr positiv."

Erfolgreicher Weg

Eine Sache aber könne man nicht beeinflussen, und die könnte früher oder später durchaus stark ins Gewicht fallen: das Klima. "Ohne Schnee wird es natürlich schwierig im Wintersport", sagt er, fügt aber in Sekundenschnelle an: "Dass wir keinen Schnee mehr bekommen, glaube ich aber erst, wenn’s wirklich soweit ist."

Christoph Klumpp ist Optimist, das wird nicht nur bei der Schneefrage offensichtlich. Er steckt sich klare Ziele, verfolgt sie konsequent. Das hat ihn in seine neue Funktion gebracht –­ und wer weiß, wohin es ihn noch führt. Der Erfolg jedenfalls gibt ihm schon jetzt recht.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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